Bornheim: Mann sprengt sein eigenes Haus

Der 51-Jährige Bewohner des ausgebrannten Hauses in Bornheim wird noch vermisst.
Unter den Trümmern wurden vier leere Benzinkanister gefunden. © dpa, Henning Kaiser

Zwangsversteigerung stand kurz bevor

Nach einer gewaltigen Explosion ist ein Wohnhaus im rheinischen Bornheim in die Luft geflogen. Fenster, Türen und Teile des Daches wurden nach einem lauten Knall durch die Luft geschleudert. "Den Rettungskräften bot sich ein Bild der Verwüstung", teilt die Polizei Bonn mit.

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Der Bewohner hat womöglich sein eigenes Haus in die Luft gejagt. Von dem 51-Jährigen fehlt jede Spur. Die Polizei leitete eine Fahndung ein. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 51-Jährige wegen finanzieller Probleme und der eigentlich für diese Woche geplanten Zwangsversteigerung die Explosion selbst ausgelöst und sich dann aus dem Staub gemacht hat.

Der Online-Ausgabe des Bonner 'General-Anzeiger' zufolge wollen Nachbarn den Mann kurz nach der Explosion auf einem Feld hinter dem Haus gesehen haben.

Benzinkanister im Keller

In Bornheim ist ein Haus in die Luft geflogen.
Unter den Trümmern des zerstörten Hauses wurden vier leere Benzinkanister gefunden. © dpa, Henning Kaiser

Die Feuerwehr habe vier leere Benzinkanister in den Trümmern gefunden, hieß es. Ein Gasanschluss sei in dem Anfang der 80er Jahre gebauten Haus nicht gewesen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf die Feuerwehr. Ein Sprecher der Leitstelle für den Rhein-Sieg-Kreis äußerte sich auf Anfrage allerdings nicht dazu.

Zunächst war befürchtet worden, dass der 51-Jährige unter den ausgebrannten Trümmern begraben liegt. Doch eine Suche nach ihm in den Resten des einsturzgefährdeten Gebäudes mit Spürhunden endete ergebnislos. Ein Sprecher des Bonner Amtsgerichts sagte, der Termin der Zwangsversteigerung sei jetzt aufgehoben worden.

In der Nacht hatte ein lauter Knall Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Sie meldeten der Feuerwehr einen Blitzschlag und ein brennendes Einfamilienhaus.


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