Brand im Chemiepark: Schock nach dramatischer Rettungsaktion

Ein Arbeiter wurde für tot erklärt

Schock nach einer dramatischen Rettungsaktion: Sechs Stunden nach dem Brand im Chemiepark in Marl muss Anlagenchef Klaus-Dieter Juszak die traurige Gewissheit verkünden. Der Kampf um das Leben eines letzten noch in der Anlage vermissten Arbeiters war vergebens.

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Explosion im Chemiepark Marl - wie gefährlich ist die Rauchwolke?
Eine riesige Rauchsäule stieg über dem Chemiepark Marl auf und zog über das Ruhrgebiet. © dpa bildfunk

Erst Stunden nach dem Ausbruch des Brands konnte sich der Notarzt kurz zu dem bereits vor Stunden gesichteten Mann vorkämpfen. Der Mediziner stellt nur noch den Tod des Verunglückten fest. Einer zweiter Mann liegt mit schweren Brandverletzungen im Krankenhaus.

Auch Stunden nach dem Unglück machte die Hitze am Unglücksort eine Bergung des Toten unmöglich. Eine riesige Wasserfontäne über dem Unglücksort sollte für Kühlung sorgen. Retter hatten die Zufahrten zum Unglücksort weiträumig abgesperrt. Chemiegestank liegt in der Luft. Der Unglücksort liegt mitten in einem unübersichtlichen Gewirr von Rohrleitungen und Anlagenteilen.

Das riesige Gelände am Nordrand des Ruhrgebiets gehört zu den größten deutschen Chemieparks. Wegen der Explosionsgefahr mussten Handys ausgeschaltet werden. An dem Chemiestandort wird rund um die Uhr produziert. So auch am Unglückstag, als sich nach dem Ausbrauch des Feuers eine schwarze Rauchwolke über dem Standort erhob. Für die Anwohner sollte bald wieder Entwarnung gegeben werden.


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