Brutaler Überfall - jetzt spricht der Zeuge

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Entsetzen: U-Bahn-Schläger auf freiem Fuß

Georg Baur wurde durch Zufall Zeuge eines brutalen U-Bahn-Überfalls, als er aus Bayern zu Besuch in Berlin war. In der Nacht zu Ostersamstag zeigte er Zivilcourage und half dem 29-jährigen Markus P., der von zwei Jugendlichen brutal niedergeschlagen wurde. Im Nachhinein wird Baur bewusst, dass er sich selber in große Gefahr gebracht hatte. Umso größer die Empörung darüber, dass die Täter wieder auf freiem Fuß sind. Ein Warnschussarrest für Jugendliche soll jetzt kommen. Die beiden 18-Jährigen, die in der Berliner U-Bahnstation Friedrichstraße einen 29-Jährigen krankenhausreif geprügelt und sich wenig später gestellt haben, sind auf freiem Fuß. Unfassbar: Die Überwachungskamera zeigt, dass die Täter das Opfer fast totgeprügelt hätten. Nur durch das Eingreifen eines Zeugen konnte der junge Mann schwer verletzt überleben. Der 21 Jahre alte Helfer erlitt leichte Verletzungen, als er zu Boden geworfen wurde. Er ist schockiert über die Tatsache, dass keiner ihm zur Seite stand und half. "Ich war wirklich der Einzige, der rein ist, ich hab um Hilfe geschrien, dass die Leute mir helfen, dass sie die Polizei holen. Es ist nichts passiert.“
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Warnschussarrest für jugendliche Straftäter

Über die richterliche Entscheidung, die beiden Tatverdächtigen wieder frei zu lassen, wird deutschlandweit der Kopf geschüttelt. Die Union hat nun eine Gesetzesverschärfung angekündigt: die Einführung eines Warnschussarrests für Heranwachsende. "Es muss der Vergangenheit angehören, dass Jugendliche ihre Bewährungsstrafen als Trophäen vorzeigen“, sagte Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der 'Welt Online’. Bis Pfingsten will das Bundesjustizministerium einen Gesetzesentwurf dazu vorlegen. Der grüne Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele ist gegenüber einer Strafverschärfung skeptisch. Seine Begründung: In der Regel werden die bereits möglichen Höchststrafen überhaupt nicht ausgeschöpft. Auch ein Warnschussarrest hätte den Fall in Berlin nicht verhindern können, da der Haupttäter bisher nicht aufgefallen war. Er bekam nun einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags mit Haftverschonung. Ebenso der gleichaltrige Tatverdächtige ist nach einer Vernehmung wieder auf freiem Fuß gesetzt worden. Bodo Pfalzgraf von der Deutschen Polizeigewerkschaft kritisiert den aktuellen richterlichen Beschluss: "Die Freilassung dieses Täters ist ein ganz schlechtes Signal für alle anderen Täter. Denn es bedeutet unter dem Strich: Man kann anderen Menschen auf dem Kopf rumspringen und man muss nicht in Haft bleiben."
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