Bundesweit einmaliges Projekt in München: Alkoholstreife auf Partymeile

Komasaufen unter Jugendlichen hat abgenommen

Immer seltener enden Partys in totalen Exzessen. Die Zahl der jugendlichen Komasäufer ist auf dem tiefsten Stand seit 2008. Mit einem deutschlandweit einzigartigen Projekt will die Stadt München diesen Trend weiter bestärken. Dafür schickt sie junge Erwachsene mit einem Alkoholtester auf die Partymeilen - um die Feierwütigen ins Röhrchen pusten zu lassen.

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Bundesweit einmaliges Projekt in München: Alkoholstreife auf Partymeile
Mitarbeiter des Präventionsprojektes 'Chexxs' warnen Jugendliche vor exzessivem Alkoholkonsum.

Damit das Partyvolk sein Alkohol-Limit besser einzuschätzen lernt, sind Anne Krüger und Laura Englbrecht unterwegs. Sie gehören zum Münchner Präventionsprojekt 'Chexxs' und lassen die Jugendlichen ihren Promillewert erst schätzen - und dann pusten. Oft ist der Wert in Realität höher als der geschätzte.

Dennoch ist positiv, dass sich erstmals seit sechs Jahren beim Komasaufen eine Trendwende abzeichnet: Vor allem in Hessen, Sachsen-Anhalt und Berlin nahm die Zahl der Vieltrinker stark ab.

Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler findet, dass man mehr erreichen kann: "Es kann und muss noch mehr getan werden. Wenn Gleichaltrige junge Leute ansprechen, dann hören die auf die mehr als beispielsweise den Lehrer oder die Eltern."

Darum kommt das Präventionsprojekt 'Chexxs' in München gut an: Die Mitarbeiter sprechen die Sprache der Partygänger: "Unter Umständen hatten wir auch schon den Fall, dass sie gesagt haben 'Okay, ich trink jetzt gar nichts mehr oder weniger', und das ist ja genau das, was wir wollen", sagt Laura Englbrecht.