Bundesweite Aktion: ADAC verschenkt 750.000 Warnwesten an Erstklässler

ADAC verschenkt 750.000 Westen an Erstklässler
ADAC verschenkt 750.000 Westen an Erstklässler Sind i-Dötzchen damit sicher? 00:02:21
00:00 | 00:02:21

Ein Kind, das eine helle Leuchtweste trägt, ist schon aus 140 Metern Entfernung zu sehen

Diese Zahl ist erschreckend: In Deutschland werden jedes Jahr fast 30.000 Kinder in einen Verkehrsunfall verwickelt - pro Tag mehr als 80 Kinder. Die 'ADAC Stiftung' möchte das ändern und verschickt deshalb 750.000 kostenlose Leuchtwesten an Grundschulen in ganz Deutschland. Die verteilen die neonfarbenen Überzieher dann an Erstklässler, damit die i-Dötzchen sicher zur Schule kommen. 

- Anzeige -

Sichtbarkeit bedeutet für die i-Dötzchen Sicherheit

Laut ADAC ist die Sichtbarkeit im Straßenverkehr ganz entscheidend für die Sicherheit. Und das erklärt der Automobilclub so: Ein Auto, das 50 Km/h fährt, hat nach einer Vollbremsung noch einen Bremsweg von 28 Metern, bis es steht. Ein Kind mit dunkler Kleidung wird vom Autofahrer erst aus rund 25 Metern Entfernung gesehen - so bleibt dem Fahrer kaum noch Zeit zu bremsen. Trägt das Kind aber eine helle Leuchtweste, ist es schon aus 140 Metern Entfernung zu sehen. Das ergibt einen Sichtbarkeits-Vorsprung von mehr als 100 Metern, der am Ende lebenswichtig sein kann.

Von hinten, von vorne, von der Seite - die ADAC-Westen leuchten rundherum. Reflektoren an der Kapuze werfen das Licht von Autoscheinwerfern auch zurück, wenn das Kind einen Rucksack trägt. Einfach über die Jacke ziehen, fertig. 

Frage 1 von 1:

Macht die ADAC-Aktion den Schulweg sicherer?

Im Internet wird die Leuchtwesten-Kampagne heiß diskutiert. Wie stehen Sie dazu?

ODER

Eltern fordern mehr Rücksicht von den Autofahrern

Aber macht es sich der ADAC damit nicht zu leicht? Schon im vergangenen Jahr gab es Kritik an der Aktion. Eltern forderten in einem offenen Brief an den Automobilclub, dass zuerst mal die Autofahrer aufgeklärt werden, damit sie auf der Straße vom Gas gehen und mehr Rücksicht auf Kinder nehmen. Schließlich hilft selbst die strahlendste Warnweste nicht, wenn ein unerfahrenes i-Dötzchen auf einen Raser trifft.