Busunfall in Belgien: Ein Toter, 26 Verletzte

Opfer allesamt aus dem Raum München

Bei einem Busunglück mit einer deutschen Jugendgruppe in Belgien ist ein Mann ums Leben gekommen. Mehr als 20 junge Leute wurden leicht verletzt. Es grenzt nach Einschätzung von Beobachtern an ein Wunder, dass es nicht noch mehr Opfer gegeben hat. Der Reisebus mit Passagieren aus München war am frühen Sonntagmorgen im Osten Belgiens verunglückt.

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Busunfall, Belgien
Schwerer Busunfall in Belgien. Die Insassen kamen aus dem Raum München, ein Fahrgast starb bei dem Crash. © dpa, Ralf Roeger

Das Todesopfer - Jahrgang 1982 - war ein Begleiter der Jugendgruppe, wie der Leiter des ärztlichen Notdienstes bestätigte. Die Verletzten sind zwischen 15 und 20 Jahren alt. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes ist die deutsche Botschaft eingeschaltet. "Sie steht mit den zuständigen belgischen Behörden in engem Kontakt", sagte ein Sprecher in Berlin.

Busfahrer war wohl eingeschlafen

Der in Tschechien registrierte Bus mit 59 Insassen war nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga auf der Fahrt von Paris nach München auf einer Autobahn von der Straße abgekommen, umgestürzt und in einem Straßengraben gelandet. Das Unglück habe sich bei der Gemeinde Cerexhe-Heuseux nahe der deutschen Grenze ereignet. Es wird vermutet, dass der Fahrer eingeschlafen war.

"Eine große Katastrophe mit vielen Opfern ist heute wahrscheinlich verhindert worden", erklärte die belgische Innenministerin Joëlle Milquet. Sie lobte die Rettungskräfte für ihre "Schnelligkeit, Effizienz und herausragende Professionalität". Charles Janssens, der Bürgermeister von Soumagne, einem Ort in der Nähe der Unglücksstelle, sagte: "Der Bus ist in einem grauenvollen Zustand. Es ist ein Wunder, dass es nicht mehr Tote gab."

Die Leichtverletzten hatten unter anderem Schnittwunden. Bis zum Sonntagmittag wurden alle Verletzten aus dem Krankenhaus entlassen.

Schon am Nachmittag reiste die Gruppe mit einem Ersatzfahrzeug aus Belgien ab.


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