BVB fährt harte Linie: Ousmane Dembélé bleibt suspendiert

ARCHIV - Fußball, 1. Bundesliga, Saison 2017/2018, Team- und Mannschaftsfoto von Borussia Dortmund am 09.08.2017 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen). (zu dpa "BVB entscheidet: Fußball-Profi Dembele bleibt vorerst suspendiert" vom 13.08.2017) Foto: Guid
Ousmane Dembélé bleibt in Dortmund suspendiert © dpa, Guido Kirchner, gki gfh axs

Dembélé muss "bis auf Weiteres" draußen bleiben

Borussia Dortmund fährt in der 'Causa Dembélé' die harte Linie und behält die Suspendierung des 20 Jahre alten Talentes "bis auf Weiteres" aufrecht.

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Wer's glaubt: Volle Konzentration auf Wolfsburg-Spiel

Ousmane Dembélé bleibt bei Borussia Dortmund "bis auf Weiteres" suspendiert. Das teilte der Bundesligist nach einem Gespräch von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Peter Bosz mit. Das Trio hatte sich in einer Unterredung nach dem 4:0-Sieg in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Verbandsligisten 1. FC Rielasingen-Arlen auf diese gemeinsam Linie verständigt. Dort gehörte Dembele nicht zum Kader.

"Unser Fokus liegt jetzt auf einer konzentrierten Vorbereitung der Mannschaft auf den Bundesliga-Auftakt am kommenden Wochenende in Wolfsburg", erläuterte Zorc auf der BVB-Homepage. "Ousmane Dembélé hat selbstverständlich die Möglichkeit, ein individuelles Training abseits der Gruppe zu absolvieren." Darüber hinaus will sich der deutsche Pokalsieger in dem brisanten Fall zunächst "nicht weiter zum Sachverhalt äußern", hieß es weiter.  

Wie lange bleibt Dortmund hart?

Es wird spannend zu beobachten sein, wie lange der BVB diese harte Linie verfolgt. Einen Spieler wie Dembélé dauerhaft zu suspendieren, kann sich kein Verein erlauben. Der Versuch, das berühmte 'Exempel zu statuieren', wie es immer mal wieder gefordert wird, ist auch hier zum Scheitern verurteilt.

Sollten die Dortmunder den 20-Jährigen für lange Zeit auf der Tribüne schmoren lassen, würden sie sich zum einen eines außergewöhnlichen Spielers berauben, zum anderen auf die Möglichkeit einer Ablösesumme im dreistelligen Millionenbereich verzichten. Das kann sich kein Club leisten, schon gar nicht ein an der Börse notiertes Unternehmen wie Borussia Dortmund.​

Wechsel nur eine Frage der Zeit

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Es ist nicht zum Ansehen, was sich einige Spieler erlauben © imago/DeFodi, Alex Gottschalk/DeFodi.de, imago sportfotodienst

Dass Dembélé noch einmal das BVB-Trikot überstreifen wird, ist unwahrscheinlich. Das Tischtuch zwischen dem Verein und dem Spieler ist zerschnitten. Daher wird es früher oder später daraus hinauslaufen, dass der Franzose doch zum FC Barcelona wechseln wird. 

Leidtragende dieser Geschichte sind vor allem die Fans - nicht nur solche, die sich für viel Geld das Dembélé-Trikot mit der Nummer 7 gekauft haben und jetzt festestellen müssen, dass sie es bei ebay noch nicht einmal für 5 Euro verkaufen können. Auch für die Fußball-Anhänger, die sich erhofft haben, dass die Bundesliga endlich mal wieder spannend wird und der FC Bayern nicht schon von vornherein als Meister feststeht, dürfte ein Wechsel ein Schlag ins Gesicht sein. Konkurrenz belebt nun einmal das Geschäft - gerade in der Bundesliga.