BVB-Grabstein für Jens Pascal: Kirche gibt nach

Eltern und Kirche haben sich geeinigt

Glückliche Wende für die Eltern von Jens Pascal: Der letzte Wunsch des an Krebs verstorbenen Jungen war ein Grabstein mit BVB-Logo. Lange lehnte die Kirchengemeinde Mariä Heimsuchung in Dortmund-Bodelschwingh die Bitte des Neunjährigen ab, bis sie dem Druck von allen Seiten nicht mehr standhielt. Jetzt gab sie ihr Okay für den BVB-Grabstein.

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Jens Pascal, BVB-Grabstein, Dortmund, Kirche
Jens Pascal mit BVB-Coach Jürgen Klopp.

Eltern und Kirche haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Zuvor klärten beide Parteien, welche Merkmale für sie unverzichtbar seien. Auf dem Grab des Jungen wird eine 68 Zentimeter hohe Stele stehen. Anders als von den Eltern ursprünglich gewünscht, wird sich kein Fußball darauf befinden.

In eine Seite der Stele werden das Vereinslogo des BVB und der Slogan "Echte Liebe" eingraviert. Die katholische Gemeinde hatte darauf bestanden, dass ein christliches Symbol den Grabstein schmückt. Die Eltern hatten die Wahl zwischen betenden Händen, einem Kreuz und einer Taube als Symbol für den Heiligen Geist. Die Wahl fiel auf die Taube, die nun ebenfalls in den Grabstein eingraviert werden wird.

Facebook-Gruppe machte Druck

Der krebskranke Jens Pascal wünschte sich kurz vor seinem Tod einen Grabstein mit Fußball und BVB-Emblem. Meistertrainer Jürgen Klopp hatte den Neunjährigen zuvor mit einigen Spielern in der Kinderklinik besucht. Nach seinem Tod wollten Vater und Mutter dem Sohn den letzten Wunsch erfüllen.

Der Kirchenvorstand lehnte das Grabmal vehement ab, weil ihm die christliche Symbolik fehlte. Daraufhin posteten Zehntausende Facebook-User in einer eigenen Gruppe ihr Unverständnis. Sogar eine Demo für Jens Pascal wollten sie auf die Beine stellen. Die werden sie jetzt nicht mehr brauchen. Der kleine Junge kann jetzt zusammen mit seinem Lieblingsverein in Frieden ruhen.