Carlos Arredondo – der Held von Boston

Arrendondo: "Ich konnte nur einem helfen"

Als die Bomben in Boston explodierten, rannte Carlos Arredondo nicht weg, sondern rettete einem jungen Mann das Leben. Nun feiern ihn die Amerikaner als Helden. Doch Arredondo weiß, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren.

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Carlos Arredondo – der Held von Boston
Carlos Arredondo wird als Held von Boston gefeiert. Er rettete einem Mann das Leben. © dpa, Jeremiah Robinson

Auf zahlreichen Bildern in der US-Presse ist ein junger Mann mit Cowboyhut zu sehen, der gemeinsam mit Sanitätern ein blutverschmiertes Opfer zu einem der Rettungswagen bringt. Der junge Mann hat bei dem Anschlag beide Beine verloren. Doch ohne Arredondos Hilfe wäre er wohl verblutet, "So viele flehten um Hilfe“, erzählte der Einwanderer aus Costa Rica später, “aber ich konnte nur einem helfen."

Vor neun Jahren hatte Arredondo selbst einen schmerzlichen Verlust verkraften müssen. Sein Sohn war im Irak im Alter von 20 Jahren von einem Scharfschützen getötet worden. Um den Verlust seines Sohnes zu verarbeiten, engagiert sich Arredondo seitdem in einer Friedensbewegung.