Cavezzo gleicht einer Geisterstadt

Am schlimmsten ist die Angst vor weiteren Beben

Das Erdbebengebiet in Norditalien gleicht einem Katastrophengebiet. 17 Menschen kamen bisher in den Trümmern ihrer Häuser ums Leben - 14.000 Menschen sind obdachlos und stehen vor dem Nichts. Die Leute, die noch ein Dach über dem Kopf haben, trauen sich nicht zurück in ihre Häuser.

- Anzeige -
Erdbeben Italien Cavezzo
Cavezzo liegt in Trümmern © REUTERS, STEFANO RELLANDINI

Denn die Erde in bebt ohne Ende: 24 Stunden nach den Erdstößen in der Region Emilia-Romagna sind mehr als 200 Nachbeben registriert worden. Die Rettungskräfte suchen in den Trümmern weiter nach Überlebenden.

Während Emilia-Romagna über die Toten trauerte und erste Ermittlungen über das Ausmaß der Schäden einleitete, startete die italienische Regierung erste Hilfsmaßnahmen. Zur Finanzierung des Wiederaufbaus verabschiedete sie eine Erhöhung der Benzinsteuer um zwei Cents. Außerdem befreite sie die von der Katastrophe betroffenen Kommunen von der Pflicht, die Bestimmungen der Sparpolitik einzuhalten. Ein Hilfskonvoi aus Rom brachte Zelte, Betten, Kleidung und Trinkwasser in das Katastrophengebiet.