Chaos auf den Philippinen: Verzweifelte Menschen plündern Geschäfte

4,3 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen

Super-Taifun 'Haiyan' ist mit vernichtender Kraft über die Philippinen hinweg gezogen und hat eine riesige Trümmerwüste hinterlassen. Die Zahl der Toten kann nur geschätzt werden – Behörden gehen bereits jetzt von mehr als 10.000 Opfern aus. Hunderttausende Menschen haben durch Sturm und Flut alles verloren und stehen vor dem Nichts.

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Katastrophe auf den Philippinen
Trinkwasser und Lebensmittel werden knapp - Menschen plündern Geschäfte um zu überleben. © dpa, Francis R. Malasig

Nach Regierungsangaben brauchen 4,3 Millionen Menschen Hilfe. Besonders betroffen ist die rund 200.000 Einwohner zählende Küstenstadt Tacloban City, die nach einer fünf Meter hohen Flutwelle fast komplett in Schutt und Asche liegt. Zerstörte Flughäfen und verschüttete Straßen erschweren es den Rettungskräften, Hilfsgüter in die Katastrophengebiete zu liefern. Viele Regionen sind gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten, es fehlt an Trinkwasser und Nahrungsmitteln.

In ihrer Verzweiflung plündern die Menschen die letzten bestehenden Geschäfte und nehmen mit, was sie nur tragen können. Polizei und Armee sind heillos überfordert und haben meist selbst große Verluste zu beklagen. Ladenbesitzer setzen sich mit Waffengewalt gegen Kriminelle zur Wehr, die in alldem Chaos Elektrogeräte mitgehen lassen. All das zeigt: Auf den Philippinen bahnt sich eine humanitäre Katastrophe an, die wohl nur durch Hilfe aus dem Ausland noch verhindert werden kann.