Chinesisches Schiff empfängt "pulsierendes Signal": Ist es MH370?

05.04.2014 | 15:14
Schiff empfängt Signal: Ist es MH370? : Ein chinesisches Schiff hat bei der Suche ein "pulsierendes Signal" im Indischen Ozean registriert.

Weiße Objekte gesichtet – sind es Wrackteile?

Vier Wochen nach dem Verschwinden eines malaysischen Passagierflugzeugs mit 239 Insassen haben Suchkräfte eine neue und intensive Aktion zur Lokalisierung der Maschine begonnen. Bis zu zehn Militärflugzeuge, drei zivile Maschinen sowie elf Schiffe durchkämmen ein 217.000 Quadratkilometer großes Seegebiet im südlichen Indischen Ozean, wo die Absturzstelle des Fluges MH370 der Malaysia Airlines vermutet wird.

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Durch die Intensivierung der Suchaktion hat sich offenbar eine neue Spur ergeben: Ein chinesisches Schiff hat bei der Suche ein "pulsierendes Signal" im Indischen Ozean registriert. Das Suchschiff 'Haixun 01' habe das Signal auf der Frequenz 37,5 Kilohertz empfangen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Zudem habe ein Flugzeug der chinesischen Luftwaffe in dem Gebiet eine Reihe von weißen Objekten gesichtet, die an der Wasseroberfläche trieben und Wrackteile sein könnten, heißt es in dem Bericht weiter.

"Es ist jedoch noch völlig unklar, ob das Signal von der verschollenen Boeing stammen könnte", sagte ein Moderator des Staatsfernsehens CCTV. Laut Agenturberichten entspreche das Signal aber dem internationalen Standard für die Unterwasser-Lokalisierung der Black Box. Es wird erwartet, dass die Akkus der Black Box nach dem 7. April erschöpft sind. Dann dürfte es noch schwerer werden, das Flugzeug zu finden.

"Malaysia wird nicht aufhören, nach MH370 zu suchen"

Unabhängig der neuen Spur will Malaysia mit Hilfe eines internationalen Ermittlungsteams das Schicksal des vor einem Monat verschollenen Flugzeugs klären. Australien, China, die USA, Großbritannien und Frankreich sollten bei den Untersuchungen mitwirken, sagte Verkehrsminister Hishammuddin Hussein auf einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf drei Bereiche - Flugtauglichkeit, Flugabfertigung sowie medizinische und menschliche Faktoren.

Man werde die Suche nach der Boeing 777 weiterführen, ungeachtet der Kosten, betonte Hussein. "Die Suche reicht über Dollars und Cents hinaus", sagte er. "Malaysia wird nicht aufhören, nach [Flug] MH370 zu suchen." Berichten zufolge handelt es sich um die teuerste Suchaktion in der jüngeren Geschichte des Landes.

Das mit 239 Menschen besetzte Flugzeug der Malaysia Airlines wird seit dem 8. März vermisst und ist nach Ansicht der Behörden in den Indischen Ozean gestürzt. Die Akkus der Blackbox haben Energie für etwa 30 Tage, die Black Box dürfte Anfang der Woche aufhören zu senden. Inzwischen suchen - neben Flugzeugen und Schiffen - auch zwei U-Boote nach der Maschine.

Bildquelle: dpa bildfunk