Coburg: Vier Tote nach Flugzeugabsturz

05.08.2012 | 19:20
Kleinflugzeug abgestürzt Coburg Vier Menschen sind bei dem Absturz eines Kleinflugzeugs am Morgen bei Coburg ums Leben gekommen

Kleinflugzeug geht in Flammen auf

Vier Menschen sind am Sonntag beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Coburg ums Leben gekommen. Kurz nach dem Start vom Flugplatz Steinrücken stürzte das Flugzeug am Waldrand ab und ging in Flammen auf.

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Die 31 Jahre alte Pilotin sowie eine weitere gleichaltrige Frau und zwei Männer im Alter von 28 und 44 Jahren an Bord waren sofort tot. "Die Insassen hatten keine Überlebenschance", erklärte die Polizei. Die Feuerwehr löschte das brennende Flugzeugwrack.

Die Gruppe war am frühen Morgen mit einer einmotorigen Propellermaschine des Flugsportvereins, der den Flugplatz betreibt, zu einem Rundflug gestartet. Ob das Flugzeug wegen eines technischen Defekts oder eines Pilotenfehlers abstürzte, war zunächst unklar. Die Polizei schaltete Gutachter ein, die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen zur Unglücksursache auf.

Rund 140 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten waren im Einsatz. Ihnen bot sich ein furchtbares Bild: Teile der Tragflächen des völlig zerstörten Flugzeugs blieben in den Baumwipfeln hängen. In den verkohlten Flugzeugresten suchten Mitarbeiter der Spurensicherung nach Hinweisen auf die Absturzursache.

Eine Tote in Niedersachsen - Explosion in Konstanz

Im niedersächsischen Quakenbrück kam eine 17-jährige Pilotin ums Leben als ihr Segelflugzeug gegen ein Reihenhaus flog. Die Ursache für den Absturz blieb zunächst unklar. "Ein Kollege hat den Absturz als Augenzeuge beobachtet", sagte ein Beamter der Polizei in Osnabrück. "Das Flugzeug ist wohl sehr tief geflogen und hat unregelmäßige Bewegungen gemacht."

Nach dem Unfall kam das schwer beschädigte Segelflugzeug senkrecht vor einem Haus zum Stehen. Das Heck und eine Tragfläche brachen ab. "Insgesamt sind vier Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden" so die Polizei.

Bei einem Absturz in Konstanz streifte eine der Tragflächen eines Sportflugzeuges ein Zelt, in dem mehrere Springer ihre Fallschirme falteten. "Die Fallschirmspringer hatten sehr viel Glück. Wäre das Flugzeug nur zwei Meter daneben gelandet, hätte man mit Schwerverletzten und Toten rechnen müssen", sagte Klaus Menge von der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz. Sieben Menschen aus dem Zelt konnten sich mit einem Sprung ins Freie vor dem Flieger retten. Einer von ihnen brach sich dabei ein Bein.

Einige Meter entfernt blieb das Flugzeug liegen, es kam zu einer Explosion im Motorraum und die Maschine ging in Flammen auf. Der Pilot und seine Begleiterin konnten sich nach Polizeiangaben selbst aus dem brennenden Wrack befreien. Die Frau erlitt aber schwere Brandverletzungen an Beinen, Armen und Kopf, der Pilot wurde leicht verletzt. Nach ersten Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz führte vermutlich ein Pilotenfehler zu dem Unglück.

Bildquelle: dpa bildfunk