Costa: Taucher finden weitere Leichen

Neue Aufnahmen aus dem Wrack

Taucher haben aus dem Wrack der Costa Concordia in Italien vier weitere Leichen geborgen. Schon am Vortag hatten sie vier Tote an Land gebracht. Ob unter ihnen auch Deutsche sind, ist nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin noch unklar. Sechs Wochen nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs werden noch sechs Deutsche vermisst.

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Costa Concordia
Unter den Todesopfern der Costa Concordia sind auch die kleine Danyana und ihr Vater.

Nach und nach werden die Toten aus dem Schiff geholt und mit einem Hubschrauber an Land gebracht, während Angehörige von Opfern am Wrack Abschied nehmen - darunter auch die Mutter der fünf Jahre alten Dayana. Das Kind ist mit seinem Vater ertrunken und wurde jetzt, sechs Wochen nach dem Unglück, gefunden.

Neue Unterwasserbilder zeigen, wie schwierig die Arbeit im Wrack ist:

Schettino unter Druck

25 Tote sind inzwischen geborgen, sieben Menschen werden noch vermisst. Ihr Schicksal geht auf das Konto des Kapitäns, sagt die Staatsanwaltschaft.

Sie wirft Schettino neben fahrlässiger Tötung, Schiffbruch und vorzeitigem Verlassen des Schiffs jetzt auch vor, dem zuständigen Hafenamt das Ausmaß der Katastrophe verschwiegen zu haben. Damit habe Schettino die Rettung der Passagiere und der Besatzung verzögert. Er steht weiter unter Hausarrest.