Crash in der Rushhour - viele Verletzte nach Zugunglück in New York

60 Menschen nach dem Zusammenstoß zweier Züge verletzt

Bei einem schweren Zugunglück im Großraum New York sind nach Behördenangaben etwa 70 Menschen verletzt worden. Ein Pendlerzug aus New York sei nahe Fairfield entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen.

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Schweres Zugunglück in New York
Bei einem schweren Zugunglück im Großraum New York sind etwa 60 Menschen verletzt worden.

Von den fünf Opfern mit schweren Verletzungen befand sich noch eines in sehr kritischem Zustand, schrieb die Lokalzeitung 'The Hartford Courant'. Die meisten Passagiere, die in den Krankenhäusern von Bridgeport behandelt wurden, konnten zügig entlassen werden.

Mehrere Waggons seien beschädigt und einer an der Seite sogar regelrecht aufgerissen worden, sagte der Gouverneur von Connecticut, Dannel Malloy. Es habe sich aber nicht um einen Frontalzusammenstoß gehandelt, sagte ein Sprecher der Verkehrsgesellschaft MTA. Insgesamt hätten sich rund 250 Menschen an Bord der Züge befunden. "Ich habe einen Waggon gesehen, der komplett zerstört war, und sie haben Leute aus dem Waggon geholt, die alle geblutet haben", berichtete ein Augenzeuge dem US-Nachrichtensender CNN.

Warum der aus New York kommende Pendlerzug entgleiste, ist noch unklar. Gouverneur Malloy sagte nach einem Besuch am Unglücksort, es gebe "keine Grund" zu glauben, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Laut 'New York Post' wurde auf der Strecke gerade gebaut, so dass statt der üblichen vier nur zwei Gleise befahrbar waren.

Passagiere berichten von "chaotischen Szenen" nach dem Zugunglück

Nach Angaben einer Krankenhaussprecherin hätten die meisten Opfer leichtere Verletzungen "wie man sie auch bei einem Autounfall erleiden könnte". Passiere berichteten jedoch von chaotischen Szenen nach dem Unglück. Laut 'New York Times' habe es keine Plattform gegeben, auf der die Passagiere oder Verletzte hätten stehen können. Feuerwehrleute und Rettungskräfte hätten Leitern an die Zugtüren gestellt, damit die Fahrgäste den Zug verlassen konnten.

Das Unglück ereignete sich bei Fairfield etwa 80 Kilometer nördlich von New York. Das Bahnunternehmen Amtrak stellte den Schienenverkehr auf der viel genutzten Strecke zwischen New York und Boston bis auf weiteres ein. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen. Krankenhäuser in der Gegend wurden informiert, sich auf bis zu 180 Patienten einzustellen.