Cyber-Attacke: Facebook meldet Hacker-Angriffsserie

Keine Hinweise, dass Nutzerdaten betroffen sind

Die Software war auf dem neuesten Stand, Antiviren-Programme installiert. Dennoch ist das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook nach eigenen Angaben Ziel einer "ausgeklügelten Angriffsserie" von Computerhackern geworden.

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Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook ist nach eigenen Angaben Ziel einer "ausgeklügelten Angriffsserie" von Computerhackern geworden.

Zunächst sei auf dem Laptop eines Mitarbeiters eine bösartige Datei gefunden worden. Schließlich habe sich herausgestellt, dass auch die Laptops mehrerer anderer Mitarbeiter befallen gewesen seien. Auch sei ein bislang beispielloser Versuch unternommen worden, den Cyberschutz der Firma zu umgehen. Nach der Entdeckung der Schadsoftware seien die Behörden eingeschaltet worden. Die Ermittlungen liefen noch.

Entdeckt hatten Facebook-Sicherheitsexperten den Angriff bereits im Januar. Am 1. Februar seien daraufhin zusätzlich Schutzmaßnahmen ergriffen worden. Hinweise darauf, dass Nutzerdaten betroffen gewesen seien, gebe es nicht, teilte das soziale Online-Netzwerk in einem Blog-Beitrag mit. "Wir haben keine Anzeichen dafür, dass die Daten von Facebook-Nutzern bei dieser Attacke in Mitleidenschaft gezogen wurden", hieß es.

Cyber-Attacke aus China?

Das Unternehmen erklärte, es sei klar, dass nicht nur Facebook von der Attacke betroffen gewesen sei. "Auch andere wurden kürzlich angegriffen und infiltriert." Zum möglichen Motiv oder zum Ursprung des Angriffs äußerte sich Facebook nicht.

Ein Sicherheitsexperte eines anderen Unternehmens, der über den Vorgang informiert war, sagte, ihm sei vermittelt worden, dass die Attacke auf Facebook anscheinend von China ausging. Eine weitere über den Vorfall in Kenntnis gesetzte Person sagte, der erste Facebook-Mitarbeiter, dessen Computer infiziert wurde, habe sich die Schad-Datei über eine Webseite eingefangen, auf der Kodierungsstrategien diskutiert worden seien.

Anfang Februar war auch der Nachrichtendienst Twitter ausgespäht worden. Dabei wurden nach Angaben des Unternehmens möglicherweise Passwörter und andere Informationen von rund 250.000 Nutzern gestohlen. Erst kürzlich waren zudem die 'New York Times' und das 'Wall Street Journal' von Hackern angegriffen worden. Beide Zeitungen gehen von einer Cyber-Attacke aus China aus.


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