Cyberkriminalität auf dem Vormarsch: Mit diesen Tipps surfen Sie sicher

"Cybercrime hat das Potenzial zum Massendelikt"

Spam-Mails, Viren, gefälschte Websites – Kriminalität im Internet ist auf dem Vormarsch. Laut der im Frühjahr vorgestellten Kriminalstatistik stieg die Anzahl der Fälle im vergangenen Jahr um rund ein Prozent auf 64.400. Die Dunkelziffer soll allerdings viel höher sein. Viele Nutzer versetzt das in Angst. Immer mehr Deutsche verzichten sogar auf Online-Dienste.

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Viele Deutsche haben Angst Opfer von Cyberkriminalität zu werden.
Aus Angst vor Kriminalität im Internet, verzichten viele deutsche Nutzer auf Online-Dienste. © dpa, Uli Deck

Der Bitkom-Umfrage zufolge wurden in den zurückliegenden zwölf Monaten mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Internetnutzer Opfer von Cyberkriminalität. Dies entspreche rund 29 Millionen Betroffenen. Die Menschen treibt vor allem die Sorge um, dass persönliche Daten ausgespäht werden. Vier von fünf Internetnutzern fürchten Spionage durch Staat, Kriminelle oder Unternehmen. An zweiter Stelle (68 Prozent) folgt die Angst, dass der Computer mit schädlicher Software wie Viren oder Trojanern infiziert wird. 63 Prozent haben Angst vor Betrug beim Online-Shopping oder -Banking. Eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom unter 1.000 Internetnutzern zeigt: Aus der Angst heraus verschicken 47 Prozent vertrauliche Dokumente nicht mehr per E-Mail, fast ein Drittel verzichtet auf Online-Banking und ein Viertel auf das Einkaufen im Internet. Demnach macht ein Viertel einen Bogen um Netzwerke wie Facebook, ein Fünftel nutzt keine Cloud-Dienste, und 17 Prozent buchen weder Reisen noch Mietwagen im Netz.

Das Dunkelfeld bei Cyberkriminalität werde immer größer, betonte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke. Nur neun Prozent der Straftaten in diesem Bereich würden gemeldet. "Das sind alarmierende Zahlen, weil dieser Trend die digitale Entwicklung bremst", sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Immer häufiger würden persönliche Daten entwendet, etwa über gefälschte Webseiten oder E-Mails. Dieses sogenannte Phishing erlebe ein Comeback, warnt Ziercke. Die Kriminellen reagierten professionell und flexibel auf neue Sicherheitsstandards und passten ihre Methoden schnell an. Aber auch die Computer-Sabotage und die Erpressung von Internetnutzern nahmen im vergangenen Jahr deutlich zu. "Cybercrime hat das Potenzial zum Massendelikt", so Ziercke.


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