Das RTL-Trendbarometer: Lebenshaltungskosten so hoch wie nie

Was sind Ihre Sorgen und Probleme?

Noch 18 Tage sind es bis zur Bundestagswahl. Doch nicht nur die Frage nach den Wahlprogrammen der Parteien, ihren Spitzenkandidaten und den derzeitigen Beliebtheitswerten sind interessant. Sondern vor allem das, was Ihnen wichtig ist. RTL fragt deshalb wöchentlich bei Ihnen nach: Was sind Ihre Sorgen und Probleme?

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RTL-Trendbarometer zum Thema Lebenshaltungskosten
Im RTL-Trendbarometer interessieren uns Ihre Sorgen und Probleme. In dieser Woche jene zum Thema Lebenshaltung.

Im RTL-Trendbarometer werden im Rahmen der RTL-Wahlberichterstattung politische Stimmungen und Meinungen zu aktuellen Themen ermittelt. Das dritte RTL-Trendbarometer beschäftigt sich mit dem Thema Lebenshaltung.

In vielen Haushaltskassen herrscht Ebbe

So teuer wie im Augenblick, war es schon lange nicht mehr in Deutschland. Für immer mehr Bürgerinnen und Bürger ist der Gang in den Supermarkt ein Luxus, den sie sich nicht mehr leisten können. Ein Thema, das viele auch in ihrer Wahlentscheidung beeinflusst. Haarmilch ist um 18 Prozent teurer geworden als noch im Vorjahr, der Preis der deutschen Markenbutter ist um 31 Prozent gestiegen, die Kartoffeln kosten sogar 44 Prozent mehr. Nicht zuletzt deshalb werden viele Menschen in Deutschland nicht mehr satt. Zudem herrscht schon vor Monatsende in vielen Haushaltskassen Ebbe.

Das Wort 'Sozialschwäche', das Politiker häufig verwenden, empfinden viele Bürger deshalb als Verharmlosung der Realität - so auch Christel Paweski aus dem RTL-Wählerrat. Die Rentnerin arbeitete 40 Jahre in der Pflege – und doch kommt die 70-Jährige nur auf 674 Euro Rente im Monat. Sie sei arm, müsse zur Tafel gehen, um nicht zu hungern.

Um Plaweski und anderen Bürgern zu helfen, hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im TV-Duell angekündigt, einen Mindestlohn und eine Mindestrente einführen zu wollen, wenn er am 22. September gewählt werden würde.

Laut der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL ist dies offenbar eine Aussicht, die viele potenzielle Wähler registriert haben. Nach dem TV-Duell verliert die CDU/CSU einen Prozent und kommt auf 40 Prozent, während die SPD leicht an Boden gewinnt (22 % auf 23 %). Auffällig drei Wochen vor der Wahl: Die Eurokritische Alternative für Deutschland (AFD) liegt zum ersten Mal bei vier Prozent und wäre damit fast im Bundestag.