Das RTL-Trendbarometer: Wie viel Mindestlohn ist gerecht?

Was sind Ihre Sorgen und Probleme?

Noch 39 Tage sind es bis zur Bundestagswahl. Doch nicht nur die Frage nach den Wahlprogrammen der Parteien, ihren Spitzenkandidaten und den derzeitigen Beliebtheitswerten sind interessant. Sondern vor allem das, was Ihnen wichtig ist. RTL fragt deshalb wöchentlich bei Ihnen nach: Was sind Ihre Sorgen und Probleme?

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RTL-Trendbarometer zum Thema Ausbildung und Lehrstellen
Im RTL-Trendbarometer interessieren uns Ihre Sorgen und Probleme. In dieser Woche jene zum Thema Ausbildung.

Im RTL-Trendbarometer werden im Rahmen der RTL-Wahlberichterstattung politische Stimmungen und Meinungen zu aktuellen Themen ermittelt. Das zweite RTL-Trendbarometer beschäftigt sich mit dem Thema Mindestlohn.

Merkel liegt weiter vorn

Können Sie von Ihrer Arbeit vernünftig leben? Haben Sie das Gefühl, dass Sie für das, was Sie tun, fair bezahlt werden? Millionen Menschen in unserem Land finden, dass es beim Thema Lohn einfach nicht gerecht zugeht. "Allein von diesem Geschäft kann man nicht leben", sagt Muharrem Coban, Taxifahrer. Rund sechs Euro verdient er in der Stunde. Dafür würde wohl kaum ein Politiker morgens aufstehen. Trotzdem weigert sich die Regierung bislang, einen gesetzlichen Mindestlohn zu beschließen. Dabei sagen 83 Prozent der Deutschen: Genau den brauchen wir.

Wir haben Sie außerdem gefragt, wie hoch der Mindestlohn pro Stunde sein sollte. 8,50 Euro halten 15 Prozent der Deutschen für fair. Zehn Euro sollten es schon sein, meinen 20 Prozent. 13 Prozent finden, dass es auf jeden Fall mehr als zehn Euro sein müssen.

Die SPD fordert den gesetzlichen Mindestlohn. Aber wenn am Sonntag Wahl wäre, hätte sie trotzdem keine große Chance. Denn das RTL-Trendbarometer zeigt: CDU/CSU liegen nach wie vor bei 40 Prozent vor der SPD mit 23 Prozent der Stimmen. Auch bei den anderen Parteien hat sich nicht viel getan: Die FDP liegt weiter bei fünf Punkten, die Grünen verlieren ein Prozent und landen bei 13 Prozent, während die Linke einen Punkt zulegt und so acht Prozentpunkte erhält.

Doch bei der Frage, wen Sie gern als Kanzler hätten, hat sich etwas getan: Angela Merkel fällt zum zweiten Mal in diesem Jahr auf ihren Tiefstwert von 54 Prozent. Peer Steinbrück erreicht mit 23 Prozent den höchsten Wert. Das liegt daran, dass die SPD-Anhänger langsam anfangen, ihren Kanzlerkandidaten zu unterstützen.

Auch nächste Woche wollen wir wieder Ihre Meinung wissen. Dann geht es darum, welche Berufschancen junge Menschen in unserem Land haben.