Die dreiste Abzocke der Bettel-Mafia

Sie geben sich als Gehörlose aus

Betteln als Einkommensquelle - mit Frauen und Kindern als Lockvögel. Die Masche der organisierten Banden wird dabei immer dreister: Neuerdings geben sich die Schnorrer als Gehörlose oder Blinde aus. In der Nähe stehen dann die Autos der Profi-Bettler, die das Geld einkassieren.

- Anzeige -
Kinder als Lockvögel
Die Masche der Bettel-Mafia auf deutschen Straßen wird immer dreister. © dpa, A3602 Frank Rumpenhorst

Eine verzweifelte Mutter die für ihre Kinder bettelt - viele Menschen sind von so einem Anblick berührt. Ihr Baby ist im Krankenhaus, steht auf dem Zettel geschrieben. Sie braucht Essen und Medizin. Doch es vergeht keine Minute, da sind schon die nächsten Mütter im Anmarsch. Der Betteleinsatz der Frauen läuft koordiniert ab. Sie werden bei der Arbeit überwacht, damit sie nicht mit dem Geld abhauen. Ihr Einzugsgebiet, überall dort wo viele Touristen sind.

Doch das ist nicht die einzige Masche: Immer öfter geben sich die Bettler nun als Blinde und Gehörlose aus. Tragen sogar Listen vom Gehörlosenbund mit sich. Dort kann man seinen Namen eintragen und den Betrag der Spende. Wird der Schwindel entdeckt, werden die Bettler aggressiv. Auch vor Kindern machen die Banden keinen Halt. Denn da bleiben die Menschen noch eher stehen.