Die letzte Hoffnung: US-Arzt glaubt, Baby Charlie retten zu können!

HANDOUT - Das undatierte Foto zeigt das todkranke britische Baby Charlie Gard. Ein Gericht in Großbritannien wertet am 10.07.2017 neues Material aus, um zu entscheiden ob der todkranke Charlie mit einer experimentellen Therapie behandelt werden darf.
Im Fall des todkranken britischen Babys Charlie Gard soll in der übernächsten Woche die Entscheidung über eine mögliche Weiterbehandlung des Jungen fallen. © dpa, Uncredited, joh fgj

Kann US-Arzt Michio Hirano den kleinen Charlie retten?

Seit Monaten streiten die Eltern des todkranken Charlie vor Gericht um das Leben ihres Babys. Jetzt glaubt Michio Hirano, ein Arzt aus den USA, dem Jungen helfen zu können. Ob er Charlie letztendlich behandeln darf, soll Ende Juli vor Gericht entschieden werden.

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Der Kampf um Charlie: Ende Juli soll die Entscheidung fallen

Der elf Monate alte Charlie leidet seit der Geburt an einer seltenen genetischen Erkrankung (mitochondriales DNA-Depletionssyndrom), wobei insbesondere das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wird. Er muss künstlich beatmet und ernährt werden, ist taub und blind.. Bereits Ende Juni sollte Charlies Beatmung eingestellt werden, weil die behandelnden Ärzte eine Heilung für ausgeschlossen hielten.

Der Fall hatte international Schlagzeilen gemacht. Sogar Papst Franziskus und US-Präsident Donald Trump hatten sich dazu geäußert. Krankenhäuser in den USA und Italien hatten angeboten, Charlie weiter zu behandeln – vergebens. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte durch alle Instanzen hindurch entschieden, dass bei dem Baby die Beatmung und andere Maßnahmen eingestellt werden müssten.

Experimentelle Therapie soll Charlie helfen

Jetzt soll ein US-Spezialist Charlies letzte Hoffnung sein: Der Arzt Michio Hirano, ein Professor für Neurologie an der Columbia University in New York, schätzt die Chancen auf zehn Prozent, dass sich Charlies Zustand mit einer experimentellen Therapie verbessern wird. Bei erfolgreicher Behandlung könnte Charlie nach seinen Angaben einige Stunden am Tag selbst atmen.

Ein Richter am Londoner High Court soll am 25. Juli entscheiden, ob neue Expertengutachten die Aufhebung des früheren Urteils rechtfertigen. Michio Hirano ist extra aus Amerika eingeflogen, Im Krankenhaus Great Ormond Street in London darf er ihn erstmal untersuchen, um zu prüfen, ob sich sein Zustand zumindest verbessern lässt.

Baby Charlie darf nicht zuhause sterben
Baby Charlie darf nicht zuhause sterben Eltern kämpften bis zum Schluss 00:01:40
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In den letzten Monaten sind Charlies Eltern Connie Yates und Chris Gard durch die Hölle gegangen. Wie Löwen haben sie darum gekämpft, dass ihrem kleinen Sohn noch eine Chance gegeben wird - eine Chance, die für Charlie ganz einfach 'Leben' bedeutet hätte.

Im Video können Sie sehen was bisher geschah!