Drama im Kölner Zoo: Tiger tötet Pflegerin (43)

25.08.2012 | 17:55
Tiger tötet Pflegerin im Kölner Zoo Zoodirektor Theo Pagel tötete den Tiger mit zwei Schüssen aus einem Großkalibergewehr.

"Der Tiger war in dem Bereich, wo er hingehört"

Tödliches Drama im Tierpark: Ein Tiger hat im Kölner Zoo eine Pflegerin angefallen und getötet. Die 43 Jahre alte Frau wurde bei dem Angriff so schwer verletzt, dass sie kurz darauf starb, wie die Polizei mitteilte. Ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Der Tiger wurde vom Zoo-Direktor erschossen.

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Die Pflegerin hätte sich nicht zusammen mit der Raubkatze in dem Tiergehege aufhalten dürfen, sagte Zoo-Direktor Theo Pagel. Sie sei an einer Stelle gewesen, wo sie nicht hätte sein dürfen, "wenn das Tier drin ist". Pagel sprach von Unvorsichtigkeit der Pflegerin und einem Bedienfehler an der Sicherheitsschleuse des Geheges. "Der Tiger war in dem Bereich, wo er hingehört."

"Das ist der schwärzeste Tag in meinem Leben"

Nach der Attacke erschoss der Zoo-Direktor den Tiger vom Dach eines Gebäudes mit einem großkalibrigen Gewehr. "Der Tiger war sofort tot. Wir sind dann rein, haben die Mitarbeiterin noch zur Notarztversorgung gebracht, aber es war leider zu spät."

Die Polizei hatte die Besucher vorübergehend zum Verlassen des Zoos aufgefordert. Das sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, sagte Pagel. Gefahr für Leib und Leben von Zoogästen habe zu keiner Zeit bestanden.

Pagel war zum Zeitpunkt der Attacke des Tigers nicht im Zoo. Er sei gerade an dem Tierpark vorbeigefahren, als das Unglück passierte. "Das ist heute der schwärzeste Tag meines Lebens", sagte der Zoo-Direktor.

Bei der getöteten Pflegerin handelt es sich nach Angaben des Tierparks um eine erfahrene Mitarbeiterin. Die für Raubkatzen verantwortliche Revierpflegerin verfügte über umfassende und langjährige Erfahrungen im Umgang mit diesen Tieren, teilte der Zoo wenige Stunden nach der Tragödie mit.

Der 1860 gegründete Köln Zoo ist einer der ältesten in Deutschland. Dort sind rund 10.000 Tiere 750 verschiedener Arten zu Hause.

Bildquelle: dpa bildfunk