Drei Tote bei Familiendrama im Westerwald

17-Jähriger überlebt

Bei einem Familiendrama in Ingelbach im Westerwald sind drei Menschen ums Leben gekommen. Ein 45-jähriger Mann schoss am Samstag zunächst auf seine Lebensgefährtin und ihre Großmutter, dann tötete er sich selbst. Der Sohn der Lebensgefährtin könnte flüchten und überlebte. Seine Ur-Großmutter (83) und der Täter waren nach den Schüssen sofort tot, die 40-jährige Mutter des Jungen starb am Abend an ihren schweren Verletzungen.

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Drei Tote bei Familiendrama im Westerwald
Ein Familiendrama hat in Ingelbach im Westerwald drei Menschen das Leben gekostet, darunter der Täter. © dpa, Thomas Frey

Es muss wie eine Hinrichtung gewesen sein: Die Polizei bestätigte, dass der Täter zumindest der 40-Jährigen in den Kopf schoss. Besonders dramatisch: Offenbar versuchte die Frau noch, Hilfe zu rufen. Die tödlichen Schüsse fielen nach ersten Ermittlungen während eines Notrufs der Lebensgefährtin. Sie habe gesagt, ihr Freund habe sie geschlagen. "Noch während des Gesprächs hörte der entgegennehmende Beamte mehrere Schüsse", berichtete die Koblenzer Polizei

Die Fahnder suchen nach dem Motiv für die Tat. Nach Einschätzung der Beamten waren die Schüsse nach einem familieninternen Streit gefallen. Um was es dabei genau ging, ist unklar.

Der 17 Jahre alte Sohn der verstorbenen Lebensgefährtin blieb unverletzt. Er konnte ins Freie flüchten und in einem Nachbarhaus Schutz suchen. Er erlitt aber einen schweren Schock und konnte daher bisher keine Angaben zur Bluttat machen. "Ich denke, wenn der Sohn ansprechbar ist, wird man etwas über die Hintergründe erfahren", sagte ein Polizeisprecher.

Nach ersten Informationen der Polizei hatte der Mann eine Waffenbesitzkarte. Ob diese auf die Tatwaffe ausgestellt war, konnten die Ermittler bisher ebenfalls nicht sagen.