Es regnet wieder Sternschnuppen

Sternschnuppen
Der schönste und reichste Meteorstrom des Jahres beschert uns bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. © dpa, Z1060 Wolfgang Wittchen

Bis zu 100 Stück pro Stunde

Überlegen Sie sich am besten schon mal ein paar Wünsche! Denn nach der Landung des Marsrovers 'Curiosity' gibt es das nächste Spektakel im All: Der schönste und reichste Meteorstrom des Jahres beschert uns bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde.

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Tipp vom Experten: "Sternschnuppen sind morgens grundsätzlich besser zu beobachten. Die Stunden zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang sind daher am aussichtsreichsten", erklärt Hans-Ulrich Keller, Professor an der Universität Stuttgart. Der Höhepunkt des Spektakels liegt in diesem Jahr genau auf dem Wochenende. Am kommenden Montag endet es.

Himmelsgucker können den Sternschnuppenschwarm der Perseiden in der Nacht von Samstag auf Sonntag in ganz Deutschland bei klarem Nachthimmel beobachten. Am besten schaut man Experten zufolge in dunkler Umgebung in Blickrichtung Osten nach oben. Die Feuerkugeln haben nach Angaben der Sternfreunde eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde, also 216.000 Kilometern pro Stunde. Ob Osten, Süden, Norden oder Westen - wettertechnisch ist das Lichtspektakel in diesem Jahr überall in Deutschland gut zu sehen.

Sternschnuppen auch 'Laurentiustränen' genannt

Der Ursprung der Perseiden scheint im namensgebenden Sternbild Perseus zu liegen. Ursache des Phänomens ist der Komet '109P/Swift-Tuttle', der eine lange Spur aus Staub und Körnchen hinter sich herzieht. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde diese jedes Jahr im August. Dann dringen Teilchen davon in die Atmosphäre ein und verglühen dabei als mehr oder weniger helle Meteore. Dabei haben die Feuerkugeln eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde, also 216.000 Kilometern pro Stunde. Ein Raumschiff mit dieser Geschwindigkeit wäre binnen knapp zwei Stunden beim Mond.

Die Sternschnuppen heißen im Volksmund auch 'Laurentiustränen', weil sie just um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius. Er wurde am 10. August 258 auf Befehl des römischen Kaisers Valerian auf glühendem Rost zu Tode gefoltert.


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