Falscher Bischof schleicht sich in Vatikan - Papst-Wahl-Beratungen belauscht?

05.03.2013 | 12:41

Mann kam aus Deutschland

Die streng geheimen Vorbereitungen zur Wahl des neuen Papstes im Vatikan sind um ein Haar aufgeflogen. Ein falscher Bischof aus Deutschland hat offenbar versucht, sich unter die Kardinäle zu mischen.

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Der Mann aus Berlin mischte sich unter die ankommenden Kardinäle. Mit seiner falschen Robe und dem einfachen Herrenhut gelangte er zunächst ins Gebäude, wurde dann aber von der Schweizer Garde nach draußen befördert. Den Termin für die Wahl eines neuen Papstes konnte auch er nicht lüften.

Doch immerhin ein Geheimnis wurde schon verraten: Wie die Robe des künftigen Papstes aussieht. Die Schneiderei Gammarelli in Rom stellte die Gewänder aus weißer Wolle und Samt vor.

Spätestens zwischen dem 15. und 20. März muss die Wahl des neuen Papstes beginnen.

Die Kirche findet's gar nicht lustig

Die katholische Kirche konnte über den falschen Bischof gar nicht lachen. Der Mann "mache sich selbst zur weltweiten Lachnummer", erklärte der Sprecher des Erzbistums Berlin, Stefan Förner. Das Erzbistum habe mit dem Mann, der nach Presseberichten aus Berlin stammt, nichts zu tun. Die Kirche erwäge aber keine juristischen Schritte gegen ihn, die Berufsbezeichnung Bischof sei rechtlich nicht geschützt. Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, sagte zu 'bild.de', der Mann werde nicht im Annuario Pontificio geführt, dem Päpstlichen Jahrbuch, in dem alle rechtmäßigen katholischen Bischöfe verzeichnet sind. Er empfinde sein Verhalten, in dieser Form die Vorbereitungen zum Konklave zu stören, inakzeptabel.