FDP-Politiker Jörg Schnurre bot Geld für Wählerstimmen - und kassiert gehörigen Shitstorm

HANDOUT - Jörg Schnurre, Direktkandidat der FDP im Wahlkreis Dessau-Wittenberg, lässt sich auf einem undatierten Handout porträtieren. (zu dpa «Geld für Wählerstimmen? FDP-Kandidat bricht umstrittene Aktion ab» vom 14.09.2017 - ACHTUNG: Nur zur redak
Geld für Wählerstimmen? FDP-Kandidat Jörg Schnurre bricht umstrittene Aktion ab © dpa, Andreas Scharein

Zwei Euro gegen Einzug in den Bundestag

Zwei Euro für Ihre Stimme! Mit dieser Masche warb FDP-Kandidat Jörg Schnurre auf Werbe-Flyern, um Jungwähler zu gewinnen. Geld gebe es, wenn er in den Bundestag einzöge. Die Bundespartei nimmt Abstand von dieser Aktion und auch Schnurre selber ist inzwischen zurückgerudert.

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Jörg Schnurre muss heftig Kritik einstecken

Diese Wahlkampfaktion ging ganz schön daneben: Auf seiner Facebook-Seite musste der FDP-Direktkandidat in Dessau-Roßlau Jörg Schnurre für sein „Zukunftsticket“ heftig Kritik einstecken. Viele Nutzer hielten die Aktion für einen Versuch der Wählerbestechung. Daraufhin brach er die Aktion umgehend ab.

Der Flyer war am Mittwoch an rund 150 Haushalte verteilt worden, erklärte der FDP-Politiker der Nachrichtenagentur DPA. Auf der Karte heißt es: „Wenn ich in den Bundestag gewählt werde, dann bekommst DU mit dieser Karte 2 Euro von mir geschenkt. Einfach so.“ Einen weiteren Euro versprach Schnurre jedem, der ein Foto von sich und dem Zukunftsticket auf Facebook oder Instagram postet.

„Zukunftsticket“ des FDP-Politikers ist gefloppt

Seine Entschuldigung? Er habe die rechtliche Situation nicht genau genug geprüft. Die Aktion überschreite rechtliche Grenzen und greife in die Unabhängigkeit des Wählers ein. Schnurre will ein Entschuldigungs-Schreiben an sämtliche Empfänger der Briefe verschicken. Der FDP-Politiker hat sich nach der Aktion wegen Wählerbestechung selbst bei der Polizei angezeigt. Inwieweit die Aktion für Jörg Schnurre in der FDP Konsequenzen haben wird, ist noch nicht bekannt.