Fieser Tierhandel: 92 Welpen aus Transporter gerettet

Mehrere Welpen noch in Lebensgefahr

Ohne Wasser und Futter in zu kleine Transportboxen gepfercht: Die bayerische Polizei hat 92 teils verwahrloste Hundebabys aus einem Lastwagen gerettet. Die Welpen seien vermutlich aus Osteuropa eingeschmuggelt worden, teilten die Beamten mit. Sie sollten vermutlich mit zum Teil gefälschten Papieren nach Holland geschmuggelt werden. Der 36 Jahre alte Fahrer des ungarischen Lastwagens wurde zunächst festgenommen, musste später aber wieder freigelassen werden.

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Fieser Tierhandel: 92 Welpen aus Transporter gerettet
Dieser süße Welpe ist vermutlich erst vier bis fünf Wochen alt. Im Tierheim Nürnberg wird er jetzt aufgepäppelt.

Die Vierbeiner wurden ins Nürnberger Tierheim gebracht und dort in einer eigenen Krankenstation versorgt. Die Hälfte der Welpen ist nach Angaben der Tierheimleiterin Heike Weber deutlich jünger als acht Wochen. 50 bis 60 Prozent der Hunde sind krank, haben blutigen Durchfall, Schnupfen und verschleimte Augen.

Viele der Welpen zeigen Anzeichen für Wurmbefall. "Vermutlich wurden die Tiere weder geimpft noch entwurmt", so Weber. Etwa vier bis fünf der kleinen Hunde müssten mit Infusionen behandelt werden, berichtete Weber. Über die Situation im Transporter sagte die Tierheimleiterin: "Ich habe schon viel gesehen, aber das war ein Bild des Grauens."

"Bitte kaufen Sie keine Hunde über das Internet oder über kostenlose Anzeigen", warnt Birgitt Thiesmann von der Tierschutzorganisation 'Vier Pfoten'. Eine Vielzahl der dort angebotenen Welpen kommt aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Die EU-Osterweiterung macht es den Schieberbanden leicht und erschwert die Kontrollen an den Grenzen. "Nur eine sinkende Nachfrage kann das Leid der Welpen beenden", erklärt Thiesmann.


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