Nach Flut von Krankmeldungen bei Air Berlin: Piloten kommen zurück

Weitere Ausfälle bei Air Berlin
Weitere Ausfälle bei Air Berlin Hohe Zahl an Krankmeldungen 00:02:40
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Air Berlin-Crew kommt an den Arbeitsplatz zurück

Air Berlin-Kunden können aufatmen! Nachdem die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin wegen Krankmeldungen zahlreicher Piloten am Dienstag und Mittwoch 200 Flüge streichen musste, ist für den Donnerstag wohl Besserung in Sicht.

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Nach etlichen Krankmeldungen von Air Berlin-Piloten

Gegen Mittwochmittag gab es dann die Entwarnung: Viele Crews kehren am Donnerstag an ihre Arbeitsplätze zurück. Doch ob es genug sind, um den herkömmlichen Betrieb wieder aufzunehmen, bleibt offen.

„Sie haben uns den besten Tag unseres Lebens versaut“

Tausende Passagiere waren betroffen. Ganz besonders traf es Lisa Stark und Nico Werchau, die eigentlich schon lange in Las Vegas sein wollten, um dort zu heiraten. "Ich bin wirklich stinksauer, sie haben uns den besten Tag unseres Lebens versaut", so Nico. Wie es mit den beiden weitergeht, erfahren Sie im Video.

Eine Revolte der Piloten

Wie es zu dem XXL-Ausfall kommen konnte? Die Beschäftigten fürchten um ihre Einkommen und Arbeitsplätze, wenn Air Berlin wie geplant zerschlagen wird. Hinter der Flut an Krankmeldungen steckt im Grunde eine Art 'Guerilla-Streik'. Rund 200 Piloten meldeten sich spontan krank.

Hintergrund ist die Insolvenz und die ungewisse Zukunft der Airline. Die Pilotengewerkschaft Cockpit vermutet, dass die Übernahme-Kandidaten, insbesondere die Lufthansa, sich von vielen Piloten trennen wollen. "Wir haben den Eindruck, da läuft ein abgekartetes, dreckiges Spiel: zugunsten der Lufthansa-Gruppe", zitiert der 'Spiegel' einen Air-Berlin-Piloten.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bekräftigte, nichts mit den Krankmeldungen zu tun zu haben.

Air-Berlin-Chef Winkelmann: „Potentielle Investoren werden durch die Performance verschreckt“

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) warnte vor einem „Störfeuer“. Sie betonte, dass Ziel sei es, „möglichst viel von den Werten von Air Berlin tatsächlich noch zu retten und gegebenenfalls zu verkaufen. Insbesondere geht es uns auch darum, dass die Arbeitsplätze für die Beschäftigten möglichst vollständig erhalten bleiben.“ Air Berlin Vorstandschef Thomas Winkelmann warf ein: „Potenzielle Investoren werden durch die gestrige und heutige Performance verschreckt.“