Franck Ribery reagiert mit emotionalem Facebook-Posting auf den Trikotwurf-Skandal

Bilder des Tages - SPORT f Franck RIBERY, FCB 7 wuetend nach, Auswechslung, Wechsel, Spielerwechsel , Trainer Cheftrainer Carlo Ancelotti (FCB) Hasan ( Brazzo ) Salihamidzic, FCB Sportdirektor FC BAYERN MUENCHEN - RSC ANDERLECHT Gruppenphase Hinspiel
Franck Ribery: "Manche werden es nie verstehen, was es bedeutet, alles für seinen Club zu geben und das tut mir leid für sie." © imago/ActionPictures, Peter Schatz, imago sportfotodienst

Ribery rechtfertigt den Trikotwurf

Ein wütender Franck Ribery, ein schimpfender Arjen Robben und ein angesäuerter Carlo Ancelotti: Beim FC Bayern hängt der Hausfrieden trotz des 3:0-Auftaktsieges in der Champions League gegen den RSC Anderlecht schief. Ribery reagierte nun mit einem emotionalen Facebook-Posting auf die harsche Kritik an seinem Trikotwurf:

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Salihamidzic: "Das ist nicht okay"

Ribery war in der Begegnung unangenehm aufgefallen, als er nach der Notbremse von Sven Kums bei Schiedsrichter Paolo Taglaivento vehement einen Platzverweis forderte. Dabei fasste der leicht aufbrausende Franzose den Schiedsrichter einmal von der Seite an und dann sogar ins Gesicht. Das hätte auch gerne mal Rot sein können.

Den Vogel schoss Ribery nach seiner Auswechslung ab. Wutentbrannt pfefferte er sein Trikot Richtung Ersatzbank. Auf einen Handschlag mit Trainer Carlo Ancelotti hatte er auch keinen Bock. Sportdirektor Hasan Salihamidzic rügte den 34-Jährigen für sein Fehlverhalten. "Das darf nicht passieren beim FC Bayern München. Das ist nicht okay. Darüber werden wir sprechen", kündigte er an.

Auch Carlo Ancelotti erwartete eine Erklärung von Ribery: "Ich werde ihn fragen, warum er so reagiert hat", sagte der Italiener nach dem Spiel in der Pressekonferenz.

Robben: "Wir müssen uns hinterfragen"

20170912, CL. FCB vs RSC Anderlecht, Champions League, Allianz Arena Muenchen, Fussball, im Bild: Paolo Tagliavento und Franck Ribery (FCB) bekommt Gelb *** CL FCB vs RSC Anderlecht Champions League Alliance Arena Munich Football Sports in Picture Pa
Nah an der Tätlichkeit: Bei Franck Ribery brennen schon im Spiel die Sicherungen durch © imago/Philippe Ruiz, Philippe Ruiz, imago sportfotodienst

Großer Missmut herrschte auch bei Arjen Robben. "Wir spielen vor eigenem Publikum, da musst du richtig Bock haben und dem Publikum was zeigen. Wir müssen uns hinterfragen und kritisch sein. Ich will Spaß haben auf dem Platz, das hatte ich nicht", schimpfte Arjen Robben wie ein Rohrspatz.

Mit Blick auf die frühe Hinausstellung von Sven Kums (11.) fügte der Holländer in aller Deutlichkeit an: "Bei allem Respekt. Nach der Roten Karte musst du die aus der Arena schießen. Gegen stärkere Gegner bekommen wir so Probleme." Robben dachte dabei wohl schon mit Grausen an das nächste Gruppenspiel am 27. September bei Paris St. Germain um 222-Millionen-Mann Neymar - nicht viel Zeit, um die Unzufriedenheit vieler Spieler im Team zu beruhigen.