Gehirntumor durch zu viel Telefonieren: Gericht in Italien entscheidet, Handystrahlung ist schuld

Urteil: Gehirntumor wegen zu vielem Telefonieren
Urteil: Gehirntumor wegen zu vielem Telefonieren Telekom muss Arbeitgeber Schadensersatz zahlen 00:00:56
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Urteil in Italien bestätigt: Tumor durch Handy ist offiziell eine Berufskrankheit

Über die Gefahren von Handystrahlen wird seit Jahren gestritten - jetzt gibt es ein möglicherweise wegweisendes Urteil dazu. Weltweit zum ersten Mal hat ein Gericht Telefonieren als Ursache für einen Gehirntumor anerkannt. Und das auch noch als Berufskrankheit.

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"Ich hab gemerkt, dass irgendwas falsch war, mein Ohr war zu"

15 Jahre arbeitete Roberto Romeo bei der italienischen Telekom. Dann bekam er plötzlich Schmerzen. "Ich hab gemerkt, dass irgendwas falsch war, mein Ohr war zu", berichtet Roberto Romeo. Im Jahr 2010 diagnostizierten die Ärzte einen gutartigen Tumor. "Die Operation war nicht einfach. Der Hörnerv musste entfernt werden, so dass ich auf dem rechten Ohr nicht mehr hören kann." 

Drei bis vier Stunden täglich telefonierte Romeo beruflich mit dem Handy. Keiner habe ihn gewarnt. Das Gericht in Italien entscheidet: Der Tumor ist berufsbedingt und kommt vom Handy. Die Unfallversicherung seines Arbeitgebers muss nun zahlen: 500 Euro jeden Monat. Renato Ambrosio, der Anwalt des Klägers, warnt vor der Handystrahlung: "Dadurch sollten sich Leute Gedanken machen, wie man Handys korrekt benutzt.

Strahlen von Handys, aber auch von Hochspannungsmasten oder WLAN-Routern macht vielen Menschen Angst. Neben Krebs gelten Burn-Outs und Schlafstörungen als mögliche Folgen, auch wenn konkrete belastbare Beweise bisher fehlen.


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