Hellseher sagt: Vermisste Dorota (29) aus Süsterseel ist tot

Dorota Galuszka-Granieczny
Seit dem späten Abend des 18. Oktober wird Dorota Galuszka-Granieczny aus Süsterseel vermisst. © Polizei

Als er ihr Foto sah, will er eine Eingebung gehabt haben.

Seit zwei Wochen ist sie nun schon verschwunden: Die 29-jährige Dorota G. aus Süsterseel im Kreis Heinsberg (NRW). Alle Versuche, die junge Mutter zu finden, blieben bislang erfolglos. Auch eine Seherin, die die Familie eingeschaltet hatte, konnte nicht helfen. Doch jetzt könnten Dorotas Angehörige neue Hoffnung auf Klärung des Falles schöpfen.

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Denn inzwischen hat sich ein Mann zu Wort gemeldet, der glaubt, zu wissen, was mit der Frau passiert ist. Der Hellseher Michael Schneider aus Siegburg meint, sie sei einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen und liege vergraben in einem Waldstück bei Wegberg. Diese Eingebung habe er bekommen, als er ein Foto der Vermissten sah.

Einige Skepsis scheint angebracht. Der Mann gibt selbst zu, dass er sich schon mehrmals geirrt hat. "Ich hatte auch schon genügend Misserfolge, aber eben auch Erfolge", erklärt er. Diesmal sei er sich allerdings sicher.

Auch die Staatsanwaltschaft schließt nicht aus, dass Dorota getötet wurde. Sie hat eine Mordkommission gebildet. Das plötzliche Verschwinden der Frau legt zwar nahe, dass sie nicht mehr lebt. Es gibt allerdings noch keine wirklich heiße Spur, die die Ermittler weiterbringen könnte. Die Aussage des 46-Jährigen halten sie für reine Spekulation. Eine Zusammenarbeit mit dem Hellseher schließen sie aus. "Als Ermittler halten wir uns an Fakten und arbeiten nicht mit Hellsehern zusammen", sagt die Staatsanwaltschaft Aachen dazu. Trotzdem hält Scheider an seiner Eingebung fest und sucht weiter auf eigene Faust nach der Vermissten.

Ein Hellseher glaubt, Dorota aus Süsterseel ist tot
Ein Hellseher glaubt, Dorota aus Süsterseel ist tot Der 46-Jährige hatte eine Eingebung 00:02:10
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Dorotas Familie hofft auf einen Irrtum

Dorota war am 18. Oktober verschwunden. Zuvor hatte sie sich wohl mit ihrem Mann gestritten. Das gab der 35-Jährige zu Protokoll. Daraufhin habe sie die gemeinsame Wohnung verlassen und sei nicht mehr zurückgekehrt. Seitdem fehlt von ihr jede Spur.

Ihre Angehörige wie auch die Dorfbewohner können sich einfach nicht vorstellen, dass sie ihren siebenjährigen Sohn freiwillig alleine lässt. Daher hofft die Familie, dass sie noch lebt.


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