Keiner kann der kleinen Mayla helfen

Zweijährige hat stundenlange Krämpfe

Sie hat stundenlange Krampfanfälle, spricht nicht und hat furchtbare Schmerzen. Die zweijährige Mayla hat einen Gendefekt, der nicht einmal einen Namen hat.

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Weltweit ist das Mädchen aus Essen der einzig bekannte Fall. Doch obwohl es sichtbar leidet und die Familie mit den Kräften am Ende ist, weigert sich die Krankenkasse, zu helfen.

Kasse stellt sich quer

Manchmal lacht Mayla, als wäre sie vollkommen gesund. Doch unbeschwerte Momente wie diese sind selten. Denn immer wieder wird die Zweijährige von schrecklichen Anfällen gequält – Krämpfen, die oft über 15 Stunden andauern - und das alle zwei bis drei Tage.

"Das frisst einen auf, das macht einen völlig fertig, weil es schrecklich ist, sein Kind so leiden zu sehen und zu wissen, man kann nichts machen", so ihre verzweifelte Mutter Yasmin.

Im Alter von vier Wochen kommt Mayla das erste Mal ins Krankenhaus. Doch die vielen Untersuchungen bleiben ergebnislos. Niemand weiß, was mit dem kleinen Mädchen nicht stimmt. Erst eine Genuntersuchung bringt schließlich Licht ins Dunkel: Mayla hat einen bisher völlig unbekannten Gendefekt.

Sie muss täglich Medikamente nehmen, und wenn sie einen Anfall hat, weicht ihre Mutter ihr nicht von der Seite. Yasmin hat noch zwei weitere Kinder und lebt von ihrem Mann getrennt. Die 28-Jährige schafft es kaum allein. Doch Hilfe hat sie nur 25 Stunden die Woche. Denn die Krankenkasse weigert sich, Mayla als Pflegefall einzustufen. Dabei bräuchte ihre Mutter dringend finanzielle Hilfe.

"Die Leute, die zuständig sind, Hilfe zu leisten, helfen nicht. Das ist unglaublich. Alles sagen, wir sind nicht zuständig - und wir stehen ganz alleine da", sagt diese. Dabei gilt Mayla offiziell als 100% schwerbehindert. Deshalb spricht RTL mit der zuständigen Krankenkasse und zeigt ein Video von Maylas Anfällen.

"Das ist schlimm", heißt es. Doch als Pflegefall will die Versicherung Mayla noch nicht anerkennen: Der Fall werde noch geprüft. Yasmin versucht trotzdem, positiv in die Zukunft zu blicken: "Für Mayla wünsche ich mir, dass sie lernt, das vielleicht ein bisschen zu kontrollieren und damit umzugehen, und dass sie so fröhlich bleibt außerhalb der Anfälle, wie sie es bisher war."

Denn die Hoffnung aufgeben will die Familie trotz aller Schwierigkeiten nicht. Auch wenn es vielleicht niemals gelingen wird, für Maylas namenlose Krankheit eine Therapie zu finden.