Kriminalitätsstatistik: Mehr Straftaten, weniger Aufklärung

Kriminalität nimmt zu, weniger Fälle werden aufgeklärt
Kriminalität nimmt zu, weniger Fälle werden aufgeklärt Besorgniserregende Zahlen 00:00:32
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Besorgniserregende Entwicklung

In Deutschland wurden 2016 mehr Verbrechen verübt als noch im Vorjahr. Insbesondere die Bereiche Gewaltverbrechen, Rauschgiftdelikte und Computerkriminalität verzeichneten mehr Vorfälle. Das Besorgniserregende: Gleichzeitig sinkt die Aufklärungsrate. 43,8 Prozent der Täter kommen ungestraft davon. Das besagt die neue Kriminalitätsstatistik, aus der die 'Bild-Zeitung' zitiert.

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IT-Kriminalität steigt sprunghaft an

Besonders stark stieg die Zahl der IT-Verbrechen an: Ganze 107.751 Fälle verzeichneten die Ermittler im Jahr 2016 - eine Zunahme um 53,8 Prozent. Zu diesem Bereich zählen beispielsweise Hackerangriffe, gestohlene Bankdaten und Identitätsdiebstahl.

Ebenfalls häufiger kommen Gewaltverbrechen vor - insbesondere Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen. Davon gab es 2016 14,3 Prozent mehr als noch 215. Um 12,8 Prozent stieg die Zahl der Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen.

Drogenhandel auf dem Vormarsch: LSD-Handel verzeichnet Plus von 39,7 Prozent

Grund zur Besorgnis gibt auch die Rauschgiftkriminalität. Insbesondere der Kokain- und Crackhandel (Anstieg um 16,8 Prozent) und der Verkauf von LSD (plus 39,7 Prozent) stiegen rasant an.

Die Zahl der aufgeklärten Fälle ging 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Wurden 2015 noch 56,2 Prozent aller Fälle aufgeklärt, waren es 2016 noch 56,2 Prozent. Damit kamen im letzten Jahr 2,79 Millionen Verbrecher ungestraft davon. Das sind 43,8 Prozent aller Fälle.