Leichtathletik: Tränen statt Gold - Bolt-Drama im letzten Karriere-Rennen

Usain Bolt hat sich in seinem letzten Karriere-Rennen verletzt.
Usain Bolt tritt verletzt von der Leichtathletik-Bühne ab © REUTERS, KAI PFAFFENBACH, tj

Bolt stürzt im Staffelfinale

Usain Bolts finaler Akt auf der Leichtathletik-Bühne hat ein dramatisches Ende genommen. Im letzten Rennen seiner schillernden Karriere hat sich der Superstar als Schlussläufer der jamaikanischen 4x100-m-Staffel verletzt und nicht das Ziel erreicht.

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Bolt humpelnd aus der Arena getragen

Bolt war mit Rückstand auf die letzte Teilstrecke gegangen, schrie nach wenigen Schritten vor Schmerzen auf und ging offenbar am Oberschenkel verletzt zu Boden. Nach langen Minuten humpelte er mit Tränen in den Augen und auf seine Teamkollegen gestützt unter dem tosenden Applaus von 60.000 Zuschauern aus dem Innenraum. "Es ist einfach passiert", sagte Teamkollege und Staffel-Startläufer Omar McLeod, der 110-m-Weltmeister von London: "Usain Bolts Name wird dennoch für immer weiterleben."

11 WM-Titel, 8 olympische Goldmedaillen und 5 Weltrekorde

Die ebenso frenetisch gefeierten Briten setzten sich in 37,47 Sekunden unerwartet vor den amerikanischen Favoriten um 100-m-Weltmeister Justin Gatlin (37,52) durch und holten den WM-Titel nach zwölf Jahren zurück nach Europa. Dritter wurde Japan (38,04). 

Schon zu WM-Beginn hatte Bolt nur Bronze über 100 Meter geholt. Über 200 m war er nicht am Start gewesen. Der 30-Jährige tritt mit elf WM-Titeln, acht olympischen Goldmedaillen und fünf Weltrekorden ab.