Lungenkrebs schnell erkennen: Dieser Test kann Leben retten!

Über Atemluft Lungenkrebs diagnostizieren
Über Atemluft Lungenkrebs diagnostizieren Schnelltest soll weiter getestet werden 00:00:25
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Einfach in ein Röhrchen blasen

Etwa 45.000 Menschen bundesweit sterben jährlich an Lungenkrebs. Oft wird der Tumor erst erkannt, wenn es zu spät ist. Zuverlässige Schnelltests für die Früherkennung wären ein Segen. Ideen gibt es einige - bis zur Marktreife wird es aber noch dauern.

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Forscher des Max-Planck-Instituts entwickeln Atemtest

In Hessen haben Wissenschaftler einen Lungenkrebs-Frühtest entwickelt, der über die Analyse von Atemluft funktioniert. Das Diagnose-Verfahren ist noch nicht marktreif, aber erste Tests zeigten gute Ergebnisse. Parallel wird an Bluttests zur Früherkennung gearbeitet.

Auf die Idee mit dem Atemtest kamen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim. "Die Atemluftanalyse könnte die Erkennung von Lungenkrebs in frühen Stadien einfacher und zuverlässiger machen", sagt Arbeitsgruppenleiter Guillermo Barreto. "Sie wird die herkömmlichen Verfahren aber nicht völlig ersetzen können".

Der Test nutzt die Tatsache, dass bestimmte Erbgutmoleküle im Lungengewebe durch das Krebswachstum verändert werden. Beim Ausatmen werden Spuren dieser sogenannten RNA in die Atemluft abgegeben. RNA-Moleküle sind eine Art Arbeitskopien des Erbmaterials DNA.

Bei 98 Prozent der Kranken schlägt der Test an

Die Forscher haben eine Methode entwickelt, mit der sie die RNA-Moleküle aus der Luft isolieren können. Bisher haben sie das Verfahren an 138 Menschen getestet, von denen schon vorher bekannt war, dass sie Lungenkrebs hatten. Das Ergebnis: Bei 98 Prozent der Kranken schlug der Test korrekt an. 

Lungen- und Bronchialkrebs ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland die vierthäufigste Todesursache. „Besonders bei Frauen ist das Risiko, an Lungen- und Bronchialkrebs zu versterben, in den letzten Jahren stark angestiegen“, so Torsten Schelhase vom Statistischen Bundesamt.