Managerin bestätigt: Schumacher zeigt Momente des Erwachens

"Michael macht Fortschritte auf seinem Weg"

Michael Schumacher kämpft sich zurück ins Leben und wacht allmählich aus dem künstlichen Koma auf. 96 Tage nach seinem schweren Skiunfall zeigt der Formel-1-Rekordweltmeister "Momente des Bewusstseins und des Erwachens". Das teilte seine Managerin Sabine Kehm in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

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Michael Schumacher
Michael Schumachers Gesundheitszustand zeigt deutliche Anzeichen von Besserung. © dpa, Jens Büttner

"Michael macht Fortschritte auf seinem Weg. Wir stehen ihm bei seinem langen und schweren Kampf zur Seite, gemeinsam mit dem Team des Krankenhauses in Grenoble, und wir bleiben zuversichtlich", heißt es in der Mitteilung. Schumachers Familie bedankte sich erneut für die riesige Anteilnahme weltweit. "Zugleich bitten wir erneut um Verständnis, dass wir auf Details nicht eingehen möchten, um Michaels Privatsphäre und die seiner Familie zu schützen und das Ärzteteam in Ruhe arbeiten zu lassen."

Schumacher war am 29. Dezember im französischen Méribel unmittelbar neben der markierten Ski-Piste über einen Stein gefahren und hatte anschließend die Kontrolle verloren. Beim anschließenden Sturz war der gebürtige Kerpener mit dem Kopf auf einen anderen Felsen geprallt. Der Helm war bei dem Aufprall zerbrochen. Nach dem Unfall war der zweifache Familienvater in Grenoble umgehend notoperiert worden. Bekannt wurde auch noch ein weiterer Eingriff wegen seines schweren Schädel-Hirntraumas am Abend des 30. Dezember. Ende Januar wurden die Narkosemittel reduziert, um die Aufwachphase aus dem künstlichen Koma einzuleiten.

"Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei bei Dir"

Wie die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Ermittlungen am 17. Februar bekanntgab, lagen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Schumacher war auch nicht unangemessen schnell gefahren. Managerin Kehm hatte schon kurz nach dem Unfall von einer extremen Verkettung von unglücklichen Umständen gesprochen.

Seit dem Unglück sorgen sich Ex-Kollegen, Fans und Wegbegleiter um den 91-maligen Grand-Prix-Gewinner. "Gute Nachrichten heute aus Grenoble", twitterte umgehend Schumachers ehemaliger Formel-1-Rennstall Mercedes. "Ich bin sehr froh über die guten Neuigkeiten", sagte sein früherer Teamkollege, der aktuelle Formel-1-Spitzenreiter Nico Rosberg. "Wir hoffen, dass es die erste von weiteren kommenden positiven Nachrichten ist", erklärte ein Sprecher von Ferrari. "Es gibt nicht einen Tag, an dem wir nicht an Michael denken", betonte er. Schumacher hatte fünf seiner sieben Titel mit Ferrari geholt.

Beim Großen Preis von Bahrain an diesem Wochenende trägt die erste Kurve Schumachers Namen. Dort steht zudem in riesigen Buchstaben "Our thoughts and prayers are with you Michael" ("Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei bei Dir").