Mann kapert Krankenwagen und überfährt Rettungsassistentin - Hunderte nehmen Anteil

Mann überfährt Sanitäterin mit Krankenwagen
Mann überfährt Sanitäterin mit Krankenwagen Angriff im Einsatz 00:01:45
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Die Frau war alleinerziehende Mutter von fünf Kindern

Es fällt einem schwer, es zu glauben, aber immer wieder werden Rettungskräfte im Einsatz Opfer von Gewalt. Nun schockiert ein besonders krasser Fall aus New York die Menschen weltweit. Dort hat ein Mann eine Rettungssanitäterin mit ihrem eigenen Krankenwagen überfahren. Yadira Arroyo starb und ihre Kollegin wurde verletzt. Zahlreiche Menschen haben Anteil am Schicksal der fünffachen Mutter genommen und Geld für ihr Beerdigung gesammelt. 

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Rettungssanitäterin von Krankenwagen überfahren.
Der Täter war zuerst auf der Stoßstange des Krankenwagens mitgefahren. © dpa, PH

Die getötete 44-jährige Arroyo war seit 14 Jahren für die Feuerwehr im Einsatz. Sie hinterlässt fünf Kinder. Der Schock über ihren Tod sitzt tief. Denn die alleinerziehende Rettungssanitäterin wurde von vielen geschätzt. Sie hat ihr Leben lang hart gearbeitet, um ihren Kindern eine Zukunft bieten zu können. "Sie hat sich durchgekämpft", erzählt eine Bekannte, einen solchen Menschen könne man nie vergessen.

Arroyo und ihre Kollegin waren mit dem Krankenwagen auf dem Weg zu einem Einsatz – wie an jedem anderen Tag auch. Plötzlich machte ein Passant die beiden darauf aufmerksam, dass ein Mann auf die Stoßstange des Krankenwagens geklettert war und unbemerkt mitfuhr.

Ein Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe hielt den Täter auf

Arroyo hielt an und beide stiegen aus, um den blinden Passagier vom Fahrzeug herunter zu holen. Der 25-Jährige sprang daraufhin von der Stoßstange und rannte in das Führerhaus des Wagens. Als die beiden Frauen versuchten, ihn wieder aus dem Fahrzeug herauszuzerren, legte er den Rückwärtsgang ein und fuhr los.

Er überrollte die Krankenwagenfahrerin, schleifte sie meterweit mit und erfasste auch ihre Kollegin, zum Glück wurde sie dabei aber nur leicht verletzt. Auf Videos von Zeugen, ist zu hören, wie die verletzte Frau verzweifelt um Hilfe schreit, weil ihre Kollegin unter dem Fahrzeug eingeklemmt ist.

Der Täter wollte nach der Attacke flüchten, doch ein Mitarbeiter der New Yorker Verkehrsbetriebe stellte sich ihm in den Weg. Mithilfe von Passanten gelang es, den 25-Jährigen aufzuhalten, bis die Polizei eintraf. Warum der Mann den Krankenwagen kaperte und die Frau überfuhr, ist völlig unklar. Seine Anwältin erklärte, er sei psychisch krank.

"Sie hätte nicht gewollt, dass ihr traurig seid"

Dutzende ihrer Kollegen demonstrierten mit Krankenwagen vor einer New Yorker Klinik. Und auch ihr Sohn hielt bei einer Gedenkfeier für seine Mutter eine bewegende Trauerrede. "Ich weiß, dass meine Mutter nicht wollte, dass ihr traurig seid. Sie hätte gewollt, dass ihr etwas mitnehmt", sagte er. Er forderte die Trauergäste auf, die Familie festzuhalten, weil das Leben so kurz ist. 

Am 25. März soll Arroyo beerdigt werden. Um Ihre Familie zu unterstützen, hatten mehrere Stiftungen Spenden gesammelt. Auch im Netz beteiligten sich zahlreiche Menschen an einer Crowdfunding-Kampagne, um so zumindest die Kosten für die Beerdigung zu decken. 


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