Massenrandale und sexuelle Übergriffe: Volksfest in Baden-Württemberg läuft aus dem Ruder

Massenrandale und sexuelle Belästigung auf Volksfest
Massenrandale und sexuelle Belästigung auf Volksfest Großeinsatz in Schorndorf 00:00:38
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Ausnahmezustand in Schorndorf

Es sind Szenen, die unweigerlich Erinnerungen an die Silvesternacht in Köln hervorrufen: Auf einem Volksfest in Schorndorf (Baden-Württemberg) haben sich in der Nacht zum Sonntag bis zu 1.000 junge Leute versammelt und randaliert. Es kam zu sexuellen Übergriffen. Selbst die Polizei kam in Bedrängnis.

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Festbesucher und Polizisten mit Flaschen beworfen

Schon am Freitagabend wurden der Polizei drei Fälle von sexueller Belästigung gemeldet. In einem Fall wurde ein Tatverdächtiger aus dem Irak ermittelt. Am Samstag wurde eine 17-Jährige von drei Männern festgehalten und am Po begrapscht. Tatverdächtig sind drei Asylbewerber aus Afghanistan. Zudem wurden während des Festes mehrere Körperverletzungen angezeigt.

In der Nacht zum Sonntag dann wurde es selbst für die Polizei gefährlich, als sich bis zu 1.000 junge Menschen im Schlosspark versammelten und randalierten. "Bei einem großen Teil handelte es sich wohl um Personen mit Migrationshintergrund", schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Festgäste und Einsatzkräfte wurden mit Flaschen beworfen, auch die Fassade des Schorndorfer Schlosses wurde in Mitleidenschaft gezogen. Als ein Mann wegen gefährlicher Körperverletzung festgenommen werden sollte, widersetzte er sich. Zahlreiche Personen solidarisierten sich mit ihm. Polizisten in Schutzaustattung mussten die Festnahme abschirmen und wurden mit Flaschen beworfen.

Polizei musste Verstärkung anfordern

Auch im weiteren Verlauf der Nacht blieb es unruhig. Wie die Polizei berichtet, sollen Gruppen von bis zu 50 Menschen durch die Innenstadt gezogen sein. Einzelne Personen sollen laut Zeugen mit Messern bewaffnet gewesen sein, zudem wurde offenbar eine Schreckschusspistole abgefeuert. Die Polizei forderte Verstärkung aus den umliegenden Landkreisen an, um die Gewalt einzudämmen.