'Meine Wahl: An einem Tisch mit Angela Merkel' – Kanzlerin will nach Wahl "Bündnis für Kinder"

Merkel: Deutschland muss kinderfreundlicher werden

Was bewegt die Bürger in den Wochen vor der Bundestagswahl? Was sind ihre Sorgen und Wünsche? Bei 'Meine Wahl: An einem Tisch mit Angela Merkel‘ stellte sich die Bundeskanzlerin den Fragen der Wähler und versprach die Gründung eines Bündnisses für Kinder nach der Bundestagswahl.

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'Meine Wahl: An einem Tisch mit Angela Merkel'
Bei 'Meine Wahl: An einem Tisch mit Angela Merkel' stellte sich die Bundeskanzlerin den Fragen der Bürger.

"Wenn ich nach der Wahl mal die Möglichkeit habe, dann gründen wir gemeinsam ein Bündnis für Kinder", sagte Merkel in der RTL-Sendung. Dabei wolle sie auch Mehrkinderfamilien und Rentnerinnen und Rentner einbeziehen, "die auch ein Herz für Kinder haben". In Deutschland sei es gerade im Vergleich mit anderen Ländern "immer so, dass es kompliziert ist, wenn man Kinder hat". Man sehe aber immer nur das Risiko, "statt auch mal die Chance zu sehen", sagte die Kanzlerin im Gespräch mit Bürgern.

Von Rentnerin Christel Paweski auf das Thema Altersarmut und Mindestrente angesprochen, sagte Merkel: "Wir haben den Plan in unserem Programm, dass man nicht mehr zum Amt gehen muss um sich einen Aufstockerbetrag zu holen, wenn man 40 Jahre gearbeitet und privat vorgesorgt hat." Dazu gebe es abhängig vom Wohnort Wohngeld, so die Kanzlerin und fügte an: "Das wollen wir machen, weil es in Zukunft sehr viele Menschen gibt, die 40 Jahre arbeiten und das Rentenniveau nicht ausreicht."

RTL INSIDE: 66,64 Prozent nicht überzeugt von Merkel

Als Ernährungscoach Christian Rach wissen wollte, wer den Job als Bundeskanzler vielleicht noch besser machen könne als sie, entgegnete Merkel spontan: "Im Augenblick fällt mir niemand ein."

Nach ihrem persönlichen Zeitmanagement gefragt, sagte die Kanzlerin, sie bemühe sich, ihre Tage ordentlich einzuteilen. Sie verfüge über eine gewisse Erfahrung, was sie langfristig und was sie auch kurzfristig zusagen könne. Darüber hinaus versuche sie, sich auch Frei-Zeiten zu nehmen. "Ich gehe sehr selten Samstagnachmittag oder -abend irgendwo hin. Ich habe zumindest stille Zeit, wo ich keine Außenkontakte habe, sondern nur in der Familie bin. Ich muss ja auch mal was lesen, was nachdenken, ich muss mal ein Stück durch den Wald laufen, nicht ganz im Nordic-Walking-Schritt aber so, dass man sich auch bewegt. Ich muss einfach auch mal abtouren, damit man wieder auftouren kann. Samstagmittag bis Sonntagmittag ist so die Zeit, wo ich sehr darauf achte, mir nicht noch haufenweise Sachen reinzuhauen."

In einem nachgebauten Wohnzimmer saßen bei "An einem Tisch mit Angela Merkel" sechs Wähler, die mit ihren Biografien und Lebenserfahrungen für die Themen stehen, die im Wahlkampf eine zentrale Rolle spielen: Anne Fasel (34), Tanzlehrerin und allein erziehende Mutter aus Köln; Christel Paweski (70), Rentnerin und ehemalige Krankenpflegerin aus Berlin; Prof. Dr. Eckhard Freise (68), pensionierter Professor und erster WWM-Gewinner aus Wuppertal; Veronika Rihtere, 19-jährige Gymnasiastin und Erstwählerin aus Berlin; Beate Krafft-Schöning (48), Journalistin und Mutter aus Norddeutschland sowie Gerhard Bill (47), IT-Spezialist aus der Nähe von Frankfurt. Ein weiterer Gast am Tisch war Christian Rach, Ernährungscoach aus Hamburg. RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel moderierte die Diskussion.

Bei den Bürgern schnitt die Kanzlerin in der Diskussion – wie vor einer Woche auch schon ihr Herausforderer Peer Steinbrück - überwiegend positiv ab. Bis auf Prof. Dr. Eckhard Freise gaben ihr am Ende alle eine bessere Schulnote als vor Beginn der Sendung. Bei einer Umfrage bei RTL INSIDE konnte Angela Merkel 66,64 Prozent der Zuschauer mit ihren Antworten hingegen nicht überzeugen.


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