Milliardärin Pastor in Nizza erschossen: Gab die Tochter den Mord in Auftrag?

Pastor galt als `Vize-Fürstin‘ Monacos

Sie wollte sich mehr um ihre Familie kümmern, doch nachdem sie ihren Sohn im Krankenhaus in Nizza besucht hatte, wurden sie und ihr Chauffeur kaltblütig ermordet. Am 6. Mai schoss ein Mann die Immobilienerbin Hélèn Pastor nieder. Der Schütze und ein Komplize konnten fliehen, wurden aber später anhand von Videoaufnahmen auf Überwachsungskameras identifiziert und festgenommen. Das Unfassbare daran: Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die beiden Männer von Pastors Tochter engagiert wurden - aus Geldgier.

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Milliardärin Pastor in Nizza erschossen: Gab die Tochter den Mord in Auftrag?
Hélèn Pastor wurde in ihrem Auto erschossen

Die 77-jährige Milliardärin Hélèn Pastor, die als `Vize-Fürstin‘ Monacos bekannt war, lebte mit ihrer Tochter und deren Mann, einem polnischen Honorarkonsul, im Fürstentum. In ihrem Besitz befanden sich rund 4.000 Wohnungen im Gesamtwert von mehr als 30 Milliarden Euro. Dennoch galt sie als diskret, war bei öffentlichen Auftritten wenig zu sehen.

Jetzt nimmt die Polizei rund eineinhalb Monate nach ihrem Tod 23 Menschen fest, darunter zwei Tatverdächtige. Ebenfalls unter den Verhafteten: Pastors' Tochter und ihr Schwiegersohn. Dass Hélèn Pastor eine monatliche Zahlung über eine halbe Million Euro an ihre Tochter eingestellt habe, ist für die Staatsanwaltschaft ein Mordmotiv. „Wir haben verdächtige Geldbewegungen auf Herrn Janowskis Konten festgestellt. Seine Frau und Tochter des Opfers, Sylvia Pastor, ist ebenfalls in Untersuchungshaft“, erklärt Brice Robin von der Staatsanwaltschaft Marseille. Beide Verdächtige schweigen bislang zu den Vorwürfen.