Mord oder Notwehr? Prozess um Tod von Austauschschüler Diren in Missoula beginnt

RTL-Reporterin Sandra Lange begleitet Direns Eltern nach Montana

Der Fall des Hamburger Austauschschülers Diren Dede hatte in Deutschland im Frühjahr für Entsetzen gesorgt: Der 17-Jährige war im amerikanischen Missoula von einem Hausbesitzer erschossen worden, als der ihn an einem Abend Ende April in seiner Garage erwischte. Jetzt soll ein Gericht klären, ob es Mord oder Notwehr war. RTL-Reporterin Sandra Lange hat Direns Eltern auf ihrer Reise nach Montana begleitet.

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Mord oder Notwehr? Prozess um Tod von Austauschschüler Diren in Missoula beginnt
Diren war als Austauschschüler in den USA - er kam nie zurück.

Markus Kaarma erschoss Diren am 27. April – und für die Anklage ist klar: Der Todesschütze stellte mit niederen Absichten eine Falle. Anwalt Bernhard Docke erklärt: "Er hat seine Garagentür aufgelassen und einen Köder sichtbar dort positioniert. Er hat eine Überwachungskamera installiert und mit einer geladenen Flinte im Haus auf solch eine Gelegenheit gewartet."

Täter beruft sich auf Notwehr

Täter beruft sich auf Notwehr
Die letzten Fotos des Jungen aus der Überwachungskamera. Bis heute ist unklar, was der Schüler in der Garage wollte.

Vier Schüsse hat Kaarma abgefeuert und beruft sich auf Notwehr. In Montana darf man schießen, wenn man sich von Eindringlingen bedroht fühlt. Trotzdem lautet die Anklage auf Mord.

"Wir möchten, dass dieser Mensch nicht ungestraft davon kommt", sagt uns Direns Vater Cele, der wie seine Frau Gülcin im Gerichtssaal in Missoula dabei sein will.


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