Moslem rettet 15 Kunden das Leben – und wird als Held von Paris gefeiert

Zweijähriges Baby unter den Geiseln

Ein Moslem aus Mali, der im jüdischen Supermarkt angestellt war, wird als das menschliche Gesicht des Geiseldramas von Paris gefeiert. Lassana Bathily riskierte sein eigenes Leben, indem er 15 Kunden im Kühlraum des Ladens versteckt hatte.

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Moslem rettet 15 Kunden das Leben – und wird als Held von Paris gefeiert
Lassana Bathily hat geistesgegenwärtig gehandelt und 15 Menschen das Leben gerettet.

"Als der Attentäter hereinstürmte, habe ich die etwa 15 Kunden in den Kühlraum geschoben, das Licht und die Kühlung abgeschaltet und allen gesagt, sie sollen ruhig bleiben", schilderte Bathily seine geistesgegenwärtige Handlung im Laden. Auch ein zweijähriges Baby war unter den Versteckten dabei.

Pariser können sich vom Terrorschock nicht erholen

Vor allem die Menschen im Pariser Stadtteil Vincennes erwachten heute wie aus einem Albtraum. Jeder von ihnen hätte zu dem Zeitpunkt der Geiselnahme zufällig in dem jüdischen Supermarkt einkaufen können. "Als das mit der Explosion anfing, da war ich gerade am Fenster und ich kann Ihnen sagen, dann zittert der ganze Körper. Man hat schon Angst in dem Moment", sagte Augenzeuge Gaston Becker, der gegenüber des jüdischen Supermarktes wohnt.

Das Gefühl der Angst will sich die verwundete Nation nicht von ein paar Fanatikern aufdrängen lassen. Trotzig wird der Bleistift derzeit wie ein Zepter geschwungen - soll heißen: unsere Waffe ist stärker als die Kalaschnikow – ganz im Sinne der ermordeten Zeichner, die ihren Mut mit dem Leben bezahlten. "Sie kämpften für Prinzipien und Freiheiten, die wir vergessen haben, zu verteidigen", sagte Jeanette Bougrab, Witwe des 'Charlie Hebdo'-Chefzeichners.


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