Mysteriöser Kriminalfall: Privatmann versenkt U-Boot in Dänemark – nun wird eine Frau vermisst

Privatmann versenkt U-Boot in Dänemark
Privatmann versenkt U-Boot in Dänemark Frau wird vermisst 00:01:12
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Wollte der Kapitän Spuren eines Mordes verwischen?

Die Geschichte könnte direkt aus einem spannenden Kriminalroman stammen. In Dänemark hat ein Mann scheinbar versehentlich sein privates U-Boot versenkt. Jetzt wurde er verhaftet, weil eine Frau aus Schweden spurlos verschwunden ist. Hat der U-Boot-Kapitän sie umgebracht und sein Schiff versenkt, um Spuren zu verwischen?

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Was passierte an Bord der 'UC3 Nautilus'?

Vermisst: Schwedische Journalistin Kim Wall
Die schwedische Journalistin Kim Wall war an Bord des U-Bootes und wurde seitdem nicht mehr gesehen. © dpa, Tom Wall, joh pat

Peter M. hatte die Journalistin Kim Wall kurz bevor das U-Boot unterging noch an Bord. In der dänischen Hauptstadt stieg sie in die 'UC3 Nautilus'. Das 2008 gebaute U-Boot hatte M. selbst entworfen. Die Schwedin arbeitete an einem Artikel über M. uns seine Nautilus. Angeblich setzte er sie nach einer kurzen Rundfahrt auf einer Insel im Kopenhagener Hafengebiet wieder ab. Doch die Frau kam nicht mehr nach Hause. Ihre Familie meldete sie als vermisst.

Kurze Zeit später sank M.s U-Boot. Der Däne wurde von einem Schiff gerettet, das zufällig vorbei fuhr. "Ich war auf einer Probefahrt und habe ein paar Dinge an dem U-Boot getestet. Dann ist etwas mit einem Ballasttank schiefgegangen", sagte er den Ermittlern. Innerhalb kürzester Zeit lief das Unterwassergefährt auf Grund. Als klar wurde, dass die schwedische Journalistin verschwunden war, wurde M. verhaftet. Ihm wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Eine Leiche wurde allerdings bisher nicht gefunden.

Fall wird immer rätselhafter

Was genau ist auf dem U-Boot passiert? Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Bisher bestreitet M., etwas mit dem Verschwinden der 30-Jährigen zu tun zu haben. Trotzdem sitzt er erst einmal in Untersuchungshaft. Beweise für den schrecklichen Verdacht, dass die Frau vielleicht mit dem U-Boot auf den Grund des Meeres sank, oder dass M. Beweise für ein Verbrechen verschwinden ließ, gibt es nicht.

Spezialkräfte haben das Wrack der gesunkenen Nautilus inzwischen in der Bucht von Køge südlich von Kopenhagen geborgen. Dazu musste zuerst das Wasser abgelassen werden. Dann konnten Techniker mit Schutzkleidung und Gasmasken das Innere des Schiffs untersuchen. Eine Leiche fanden sie jedoch nicht, wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtete. Das Verschwinden der Journalistin wird immer rätselhafter.