Nach einem Disko-Streit: Mord an 20-Jährigem bei Facebook angekündigt?

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Detail der Social Media-Plattform Facebook ist auf einem Handy durch eine Linse zu sehen, aufgenommen am 11.12.2016 in München (Bayern). (zu dpa «Geniales, Verrücktes, Eitles: Patente schützen geistiges Eigentum» vom 25.04
Wurde der Mord an Mert A. bei Facebook angekündigt? © dpa, Tobias Hase, tha pzi

Mert (20) bekam eine Todesdrohung via Facebook – wenige Minuten später war er tot

Mert A. war ein junger Mann, der sich in einer Diskothek für eine begrapschte  Frau einsetzte und das mit seinem Leben bezahlte. Und als sei die grausame Tat nicht schlimm genug, wurde der Mord an Mert nur wenige Minuten vorher via Facebook angekündigt. 

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Am Ostersamstag 2017 war der 20-Jährige Mert mit seiner Freundin in einem Flensburger Club. Laut Zeugenaussagen, soll er den Albaner Albert R. dabei beobachtet haben, wie er einer Frau an den Po fasste, wie die ‚Bild‘ berichtet. Mert stellte den Grapscher zur Rede und forderte ihn dazu auf, sich bei der Frau zu entschuldigen – er rechnete wohl nicht damit, dass Albert R. ausrasten würde.

Es kam in der Diskothek zu einem Streit, den nur die Polizei schlichten konnte. Wie Zeugen weiter berichten, brüllte Albert R. beim Weggehen noch: „Morgen wird dein Todestag sein.“ Es sieht danach aus, dass Albert R. und seine Freunde ihrem Opfer bis nach Hause folgten. Wie die Ermittlungen zeigen, hat Mert um 03:12 Uhr eine Nachricht seines Mörders via Facebook erhalten: „Du Hurensohn, du bist morgen tot.“

Circa eine halbe Stunde nach der Nachricht, setzte Albert R. seine Drohung offenbar in die Tat um und stand gemeinsam mit Arton I. vor der Haustür seines 20-jährigen Opfers. Als dieser öffnete, stach Arton zu und Mert brach zusammen. Im Krankenhaus verstarb er wenig später an seinen Verletzungen. Die Täter konnten von der Polizei gestellt werden. Arton I. sitzt in U-Haft und gegen Albert R. wird wegen des Verdachts auf Totschlag ermittelt.


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