Nach sexuellen Übergriffen in Köln: "Wir werden No-Go-Areas nicht zulassen"

"Wir werden alles tun, um sowas in Zukunft zu verhindern"
"Wir werden alles tun, um sowas in Zukunft zu verhindern" 60 Anzeigen nach sexuellen Übergriffen an Silvester 00:02:15
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"Völlig neue Dimension der Gewalt"

Nach den zahlreichen Übergriffen auf Frauen rund um den Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht sind Polizei und Stadt geschockt von einer "völlig neuen Dimension der Gewalt. So etwas kennen wir bisher nicht", sagte der NRW-Landesvorsitzende der GdP, Arnold Plickert, im Interview mit RTL Next.

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Nach sexuellen Übergriffen in Köln: "Wir werden No-Go-Areas nicht zulassen"
Rund um den KölnerHauptbahnhof kam es in der Silvesternacht zu massiven Übergriffen auf Frauen. (Symbolbild) © dpa, Federico Gambarini

Die Frauen waren von mehreren Männern umzingelt und begrapscht worden. Zum Teil hätten die Täter ihre Opfer belästigt, um den Diebstahl von Geldbörsen und Handys zu vertuschen. Die stark alkoholisierten Täter seien "völlig enthemmt gewaltvoll" vorgegangen. Auch vom schnellen Einsatz einer weiteren Hundertschaft auf dem Bahnhofsgelände hätten sich die meist jugendlichen Täter mit Migrationshintergrund überhaupt nicht beeindrucken lassen.

Grundrechte von Frauen seien massiv eingeschränkt worden, so Plickert, der gleich klarstellte: "Wir werden No-Go-Areas nicht zulassen! Unsere Bürgerinnen und Bürger müssen sich frei bewegen dürfen, ohne Angst zu haben." Deshalb werde man mit aller Vehemenz gegen die Täter vorgehen.

"Stadt nimmt Thema sehr, sehr ernst"

Auch die Verantwortlichen der Rhein-Metropole um Oberbürgermeisterin Henriette Reker waren schockiert über die Vorfälle. "Die Kölner Oberbürgermeisterin hat entsetzt auf die Vorfälle reagiert", erklärte die stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Köln, Inge Schürmann, exklusiv bei RTL Next.

Die neue Dimension der Kriminalität rund um den Dom mit den sexuellen Übergriffen nehme die Stadt "sehr, sehr ernst". Das Thema soll bereits Gegenstand bei der nächsten Sitzung des Stadtvorstands in dieser Woche werden.