Orkantief 'Egon' wütet mit Sturm, Schnee und Glätte bis ins Tiefland

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Eisige Polarluft liegt unter Hochdruckeinfluss Strömungsfilm Europa für 5 Tage 00:00:37
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Ab dem Abend dreht der Wind richtig auf

Ab dem Abend greift von Belgien das kräftige Randtief ‚Egon‘ auf NRW über, das sich zu einem kleinen Orkantief entwickelt und nachfolgend über die Nordhälfte ost-nordostwärts zieht. Dahinter gelangt kältere Meeresluft polaren Ursprungs zu uns.

Es gelten die aktuellen Unwetterwarnungen!

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'Egon' bringt Sturm und Schnee

Unwetterwarnkarte für Freitag den 13.01.2017
Unwetterwarnkarte für Freitag den 13.01.2017 © RTL Interactive

Im Laufe der Nacht zu Freitag bringt Sturmtief ‚Egon‘ bis ins Flachland orkanartige Böen der Stärke 11 bringt, auf den Bergen sind auch Orkanböen der Stärke 12 möglich. Gleichzeitig setzen im Südwesten und Westen neue Niederschläge ein, die oberhalb von 300 bis 400 Metern (in den westlichen Mittelgebirgen) und 600 bis 800 Metern (in den südwestdeutschen Mittelgebirgen) als Schnee fallen.

Der deutlich auffrischende Wind bringt insbesondere auf den Bergen starke Schneeverwehungen. In Teilen West- und Nordwestdeutschlands setzen bis in tiefe Lagen heftige Schneefälle ein, die überwiegend in nasser Form fallen. Dabei kann es innerhalb von wenigen Stunden 10 bis 20 cm, in Staulagen sogar um 30 cm Neuschnee geben. Zudem muss in den Gebieten, wo intensiv Nassschnee fällt, mit sogenannten Leiterseilschwingungen und Hochleitungsschäden, zum Teil auch mit Schneebruch gerechnet werden.

In der Mitte, vor allem aber im Süden steigt die Schneefallgrenze vorübergehend an auf 400 bis 800 m, ganz im Süden sogar auf etwas über 1000 m, bevor sie bis zum Morgen von Nordwesten her rasch wieder bis in tiefe Lagen absinkt. Zwar fallen die Schneemengen geringer aus als weiter nordwestlich, trotzdem muss gebietsweise mit Glätte durch Schnee oder Matsch gerechnet werden.

Niederschläge nur im Norden
Niederschläge nur im Norden Regen- & Wolkenfilm Deutschland für 2 Tage 00:00:41
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So geht es am Freitag weiter

Am Freitag erreichen die Schneefälle auch den Osten und Nordosten, wo gebietsweise 10 bis 15, in Staulagen bis 20 cm Neuschnee innerhalb weniger Stunden zusammenkommen können. Der Wind lässt im Westen und Südwesten rasch nach, während sich das Sturmfeld in den Südosten bzw. die östliche Mitte verlagert. Dort sind schwere Sturmböen, auf den Bergen Orkanböen möglich, starke Schneeverwehungen inklusive.

DWD/wetter.de


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