Osnabrück zeigt dem Hamburger SV die Grenzen auf

Fußball: DFB-Pokal, 1. Runde, VfL Osnabrück - Hamburger SV am 13.08.2017 im Stadion Bremer Brücke in Osnabrück (Niedersachsen). Der Osnabrücker Torschütze Marc Heider feiert seinen Treffer zum 2:0. (Wichtiger Hinweis: Der DFB untersagt die Verwendung
Der VfL Osnabrück - hier in Person von Torschütze Marc Heider - hebt ab © dpa, Friso Gentsch, frg sab

Der DFB-Pokal hat seine ersten Überraschungen - und nicht ganz überraschend ist der Hamburger SV daran beteiligt.

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HSV mit Schmerzen in die neue Saison

Die Fans des Hamburger SV dürfen sich schon jetzt auf die nächste Zittersaison einstellen. Was ihr Club beim 1:3 in der 1. Runde um den DFB-Pokal beim VfL Osnabrück bot, ist mit Magerkost noch wohlwollend umschrieben. Trotz mehr als 70 Minuten Überzahl gelang den Gästen beim Drittligisten kaum ein vernünftiger Angriff. Zudem wackelte die Abwehr bei jedem Konter bedenklich. Symptomatisch, dass der einziger Hamburger Treffer aus einem Elfmeter von Bobby Wood resultierte - da lagen die Osnabrücker aber schon 3:0 vorne.

"Die Niederlage tut weh, natürlich wären wir lieber unbeschwerter in die Saison gestartet", sagte Trainer Markus Gisdol nach dem blamablen 1:3 an der Bremer Brücke. Ausschlaggebend für das Hamburger Chaos war nach Gisdols Ansicht die eigene Überzahl: "Die Rote Karte war der Knackpunkt. Danach waren wir in der Defensive nicht mehr konsequent genug."

Auch Augsburg hat's erwischt

Auch der 1. FC Magdeburg ist sensationell in die 2. Runde des DFB-Pokals eingezogen und hat dem FC Augsburg ein schmerzhaftes Déjà-vu beschert. Der Drittligist entzauberte den Bundesligisten mit 2:0. Schon in der Saison 2014/15 war für Augsburg in Magdeburg in Runde 1 Feierabend gewesen. Der damalige Siegtorschütze, Christian Beck, avancierte auch diesmal zum Matchwinner. In der 87. Minute brachte er die Hausherren in Front, Tobias Schwede setzte in der Nachspielzeit den vielumjubelten Schlusspunkt.

Stuttgart entkommt Blamage

Dafür hat der VfB Stuttgart den Kopf gerade noch aus der Schlinge gezogen. Der Bundesliga-Aufsteiger setzte sich erst im Elfmeterschießen mit 4:3 gegen den Viertligisten Energie Cottbus durch. Dabei hatte das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz den großen Favoriten schon früh an die Kandare genommen und durch Fabio Viteritti (6.) und Maximilian Zimmer (28.) 2:0 geführt. Josip Brekalo (49.) und ein Eigentor von José Matuwila (77.) retteten den VfB in die torlose Verlängerung. Vom Punkt dann versagten zwei tapferen Lausitzern die Nerven.