Paar mit Down-Syndrom will heiraten und Familie gründen - doch die eigenen Eltern glauben nicht daran

Paar mit Down-Syndrom will Familie gründen - Eltern sind dagegen
Paar mit Down-Syndrom will Familie gründen - Eltern sind dagegen Michael und Taylor wollen heiraten und Kinder kriegen 00:01:19
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"Wir wollen vier Kinder, drei Töchter und einen Sohn"

Michael Cox und Taylor Anderton aus Queensland, Australien, sind bereits seit sechs Jahren ein Paar. Vor einem Jahr haben sie sich auf ihrer Reise in den Vereinigten Staaten verlobt. Jetzt wollen Sie heiraten und Kinder bekommen. Doch ihre Eltern glauben nicht, dass die beiden dafür bereit sind: Denn Michael und Tayler haben das Down-Syndrom.

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Michael Cox und Taylor Anderton bei einem Schwimmwettbewerb 2010
Michael Cox und Taylor Anderton lernen sich 2010 bei einem Schwimmwettbewerb kennen. © Facebook/ Michael cox and taylor anderton

Das junge Liebespaar hat sich bei einem Schwimmwettkampf kennengelernt. Michael Cox und Tayler Anderton sind seit dem ein Paar und wollen nach sechs Jahren Beziehung endlich den nächsten Schritt wagen. Die beiden möchten unbedingt heiraten und vor allem Eltern werden. Der 'Australian Story' gegenüber erwähnt der 25-jährige Cox: "Wir wollen vier Kinder haben, wir planen drei Töchter und einen Sohn. Ich weiß, dass die Leute sagen, es ist harte Arbeit, aber das ist es nicht. Es geht eigentlich bloß um Liebe und Mitgefühl, die du für dein Kind empfindest. Nur das ist wirklich von Bedeutung“.

Die Eltern sehen das anders

Laut 'Daily Mail' haben die Eltern des Paares die Liebesbezieung immer unterstüzt und akzeptiert. Aber nun sind sie äußerst zögerlich, wenn es um das Thema Elternschaft geht. Catherine Musk ist die Mutter von Taylor Anderton, sie hat eine eindeutige Meinung: "Das wird nicht passieren, das kann nicht passieren. Taylor und Michael wollen wirklich heiraten und Kinder bekommen - das beunruhigt und beängstigt mich."

Beide Familien erklären, dass sie ihre Kinder Michael und Taylor stets danach erzogen haben, an die eigenen Träume zu glaube und unabhängig zu leben. Doch nun besteht die Angst, dass ausgerechnet diese Erziehung das verliebte Paar in eine Falle führt, sodass sie nun mit unrealistischen Erwartungen an das Leben scheitern werden. Michaels Vater, Simon Cox ist sich sicher: "Ich denke nicht, dass Elternschaft etwas ist, dass sie erreichen sollten, oder etwas, dass sie tatsächlich erreichen können." Er wird noch deutlicher: "Es würde für ein Kind sehr schwierig sein, wenn seine Eltern beide das Down-Syndrom haben, keinen Job ausüben können, kein Auto fahren und die Mathe Hausaufgaben nicht verstehen."

Die Chance, dass ein Paar mit dem Down-Syndrom schwanger wird ist äußerst gering. Wenn es klappen sollte besteht aber auch eine 50 prozentige Chance, dass das neugeborene Kind ebenfalls an Trisomie 21 leidet. Doch Cox und Anderton verfolgen ihren Traum dennoch. Im Punkt Hochzeit haben sie ihren Eltern zunächst nachgegeben und die Trauung verschoben, doch an der Gründung einer eigenen Familie halten sie fest.


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