Pelz-Skandal: Katzenfell in deutschen Mützen

Unternehmen räumen Fehler ein

Tierschützer haben einen Skandal aufgedeckt: Bei einigen Mützen von 'Tom Tailor' und der Drogeriekette 'Müller' wurde Katzenfell verwendet. Die Bommel der Mützen wurden als Kunstpelz deklariert, doch laut Gutachten der Tierschutzorganisation 'Animals' Liberty' wurden die Bommel aus Katzenfell hergestellt. Der Handel mit Katzen- und Hundefellen ist EU-weit verboten.

- Anzeige -
Tierschutz: Katzenfell in deutschen Mützen
Tierschutzorganisationen haben aufgedeckt, dass einige Mützen in Deutschland Katzenfell enthalten, obwohl sie als Kunstpelz deklariert sind. Dieses Foto zeigt einen Katzentransport in China. © picture alliance / dpa, Chinafotopress

Die beiden betroffenen Firmen haben den Fehler mittlerweile eingeräumt. 'Tom Tailor' äußerten via Facebook: "Bei 'Tom Tailor' gilt klar, KEINEN Echtpelz zu verwenden. Entgegen unserer Regel war dies bei einer Mütze aus unserer Winterkollektion leider nicht der Fall. Wir bedauern diesen Vorfall sehr." Nun will das Unternehmen nachforschen, wo in der Produktionskette der Fehler aufgetreten ist. Außerdem wurde die betroffene Mütze aus dem Verkauf genommen. Auch 'Müller' bedauert den Vorfall und versicherte, dass sie keinen bewusst täuschen wollten.

Laut der Tierschutzorganisation, die mit ihrer Kampagne "Kunstpelz ist echt" für Schlagzeilen sorgt, kommen die Katzenfelle aus China. Dort werden Millionen Hunde und Katzen unter grausamen Bedingungen für Pelze gezüchtet und getötet, da dies für die Textilindustrie günstiger ist als ein gut gemachter Kunstpelz.