Professor will Sprachreform: Sagen wir bald "zwanzigeins"?

Zahlen so aussprechen, wie sie da stehen

Der Engländer sagt "twenty-one" und der Franzose "vingt et un" – wortwörtlich übersetzt bedeutet beides zwanzigeins bzw. zwanzigundeins. Und wir Deutschen? Wir nennen die Zehnerstelle zuerst, also "einundzwanzig" und gehören damit zu den Exoten. Ein Matheprofessor aus Bochum will das nun ändern. Aber warum?

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Professor will Sprachreform: Sagen wir bald "zwanzigeins"?
Sagen wir bald "zwanzigeins" statt "einundzwanzig"?

Lothar Gerritzen ist Matheprofessor im Ruhestand – doch ans Ruhen denkt er noch lange nicht. Er kämpft für eine Sprachreform. Sein Ziel: Wir Deutschen sollen die Zahl so aussprechen, wie sie da steht, also die Zehner zuerst nennen. Gerritzen glaubt, dass Schülern das rechnen lernen so viel leichter fallen würde und auch Ausländer weniger Probleme beim Erlernen der Zahlen hätten.

Wie der ehemalige Matheprofessor darauf kommt, wird an einem einfachen Beispiel klar:

54321 – da sprechen wir zuerst die zweite Ziffer, dann lesen wir die erste, dann die dritte, dann die fünfte, zum Schluss die vierte. Schon verwirrend, oder?


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